Reckitt Benckiser und Unilever: Dividendenstarke Value-Aktien

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Reckitt Benckiser und Unilever sind zwei dividendenstarke Value-Aktien, die sich in Dividenden-Depots gut machen. (Foto: Casimiro PT / shutterstock.com)

Das Börsenjahr 2020 stand nach Ausbruch der Corona-Pandemie ganz im Zeichen der Wachstums- und Technologie-Werte. Während viele Unternehmen aus der sogenannten Old Economy mit den Folgen der Pandemie und den globalen Maßnahmen zur Eindämmung dieser zu kämpfen hatten, profitierten Technologie-Unternehmen sogar davon.

Denn die Corona-Pandemie sorgte für einen riesigen Digitalisierungs-Schub, der viele Technologie-Unternehmen zu Corona-Profiteuren machte. Die Folge: Technologie- und Wachstums-Aktien waren im Jahr 2020 die großen Gewinner. In diesem Frühjahr wendete sich jedoch das Blatt.

Nachdem im Januar und Februar dieses Jahres noch Wachstum- und Technologie-Werte gefragt war, kam es in den darauf folgenden Monaten bei einigen zuvor sehr hoch bewerteten Wachstums-Aktien zu drastischen Korrekturen. Teilweise gaben die entsprechenden Aktien sogar um 50% und mehr nach. Seit einigen Wochen sind Technologie-Titel aber wieder etwas stärker gefragt.

Mit der richtigen Mischung gewinnen Sie immer

Da es meines Erachtens unmöglich ist, genau zu wissen, wann Wachstum stärker läuft und wann Value besser abschneidet, sollten Sie idealerweise beide Anlage-Strategien im Depot abdecken. Mit der richtigen Mischung aus Value und Wachstum haben Sie in jeder Börsenphase ein paar größere Gewinner im Depot.

Ich stelle Ihnen heute zwei dividendenstarke Value-Aktien vor, die noch Nachholpotenzial besitzen. Es handelt sich dabei um die beiden internationalen Konsumgüterkonzerne Unilever und Reckitt Benckiser.

Reckitt Benckiser stellt sich neu auf

Reckitt Benckiser, ein britischer Konsumgüterhersteller, meldete kürzlich, dass man das chinesische Babynahrungsgeschäft an einen lokalen Investor verkaufen wird. Die chinesische Primavera Capital Group zahlt dafür einen Übernahmepreis von 2,2 Mrd. US-Dollar (rund 1,8 Mrd. Euro).

Der Deal bedeutet für Reckitt einen Nettobarmittelzufluss von etwa 1,3 Mrd. US-Dollar, der vornehmlich in den Abbau von Schulden gesteckt werden soll. Das Unternehmen behält zudem einen Anteil von 8% an dem chinesischen Babynahrungsgeschäft. Ich begrüße diesen Schritt, da die Konzentration auf margenstarkes Geschäft dabei hilft, die Renditen zu steigern.

Unilever ist und bleibt ein solider Dividendenwert

Bei Unilever sanken die Erlöse im Auftaktquartal leicht um 0,9% auf 12,3 Mrd. Euro. Organisch, ohne Wechselkurseffekte und Zu- und Verkäufe, erzielte der Konzern jedoch ein Wachstum von 5,7%. Allein negative Währungseffekte, die sich über die Zeit meist ausgleichen, belasteten im Auftaktquartal mit 8%.

Das stärkste organische Wachstum erreichte die Nahrungsmittelsparte von Unilever. Im Gesamtjahr will der Konzern beim Umsatz organisch um 3 bis 5% zulegen. Das wäre eine solide Basis für eine weitere Dividendensteigerung. Insgesamt schüttet der Konzern bereits seit 1937 Dividenden aus.

Mein Fazit: Bei beiden Aktien handelt es sich um dividendenstarke Value-Aktien, die an der Börse noch nicht heiß gelaufen sind und in den Folgejahren positiv überraschen können.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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