Verbio: Aktie legt nach Prognoseanhebung deutlich zu

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Die Aktie des Biokraftstoff-Spezialisten Verbio hat nach einer Prognoseanhebung für das laufende Geschäftsjahr einen kräftigen Satz nach oben gemacht. (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

Die Aktie des deutschen Biokraftstoff-Spezialisten Verbio hat im vergangenen Jahr um mehrere Hundert Prozent zugelegt, dann jedoch im laufenden Jahr etwas stärker korrigiert. Ende Februar schrieb ich Ihnen an dieser Stelle, dass die Aktie nach dem größeren Rücksetzer wieder interessant sei.

Wenn Sie zu dem Zeitpunkt eingestiegen sind, liegen Sie heute bereits deutlich zweistellig im Plus. Ein Grund dafür: Die in dieser Woche angehobene Gewinnprognose. Auf diese gehe ich gleich ausführlich ein, nachdem wir und das Geschäftsmodell von Verbio angeschaut haben.

Verbio: Der Biokraftstoff-Spezialist

Verbio ist einer der führenden, konzernunabhängigen Hersteller und Anbieter von Biokraftstoffen und zugleich der einzige großindustrielle Produzent von Biodiesel, Bioethanol und Biomethan in Europa. Die Nominalkapazität beträgt rund 450.000 Tonnen Biodiesel, 300.000 Tonnen Bioethanol und 480 Gigawattstunden Biomethan pro Jahr.

Das Unternehmen setzt zur Herstellung seiner Kraftstoffe selbst entwickelte, energiesparende Produktionsprozesse und innovative Technologien ein. Die Biokraftstoffe von Verbio erreichen CO2-Reduktionen von bis zu 90% gegenüber Benzin oder Diesel.

Verbio liefert seine Produkte direkt an die europäischen Mineralölkonzerne, Mineralölhandelsgesellschaften, freie Tankstellen, Speditionen, Stadtwerke und Fahrzeugflotten. Darüber hinaus vertreibt das Unternehmen hochwertiges Pharmaglyzerin für die Konsumgüter- und Kosmetikindustrie (Glyzerin entsteht als Nebenprodukt bei der Biodieselherstellung).

Die Verbio-Aktie ist seit Oktober 2006 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Aktuell befindet sich das Papier darüber hinaus im Nebenwerte-Index SDax.

EBITDA-Prognose von 130 auf 150 Mio. Euro angehoben

Aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufes und der weiterhin positiven Aussichten in allen Segmenten bis zum Geschäftsjahresende geht der Verbio-Vorstand nun davon aus, im Geschäftsjahr 2020/2021 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in der Größenordnung von 150 Mio. Euro zu erzielen.

Darüber hinaus geht der Vorstand davon aus, das Nettofinanzvermögen (Guthaben abzgl. Schulden) bis zum Ende des Geschäftsjahres auf eine Größenordnung von 65 Mio. Euro zu steigern. Zuletzt ging das Unternehmen von einem EBITDA in einer Größenordnung von 130 Mio. Euro und einem Nettofinanzvermögen in der Größenordnung von 50 Mio. Euro zum Geschäftsjahresende 2020/2021 aus.

Den neuen Prognosen hinsichtlich EBITDA und Nettofinanzvermögen liegt die Annahme zugrunde, dass es nicht zu signifikanten neuerlichen Einschränkungen im Zuge der Covid-19-Pandemie kommt.

Verbio-Aktie im Blickpunkt

Im Zuge der Korrektur im Februar und März dieses Jahres ist die Verbio-Aktie von über 43 Euro auf unter 30 Euro gefallen. Aktuell notiert sie aber schon wieder bei knapp 42 Euro. Daher drängt sich ein Einstieg aus meiner Sicht aktuell nicht mehr auf.

Sollte die Verbio-Aktie aber noch einmal etwas deutlicher korrigieren oder bei guter Nachrichtenlage länger seitwärts laufen, dürften sich dadurch neue Einstiegsgelegenheiten ergeben. Die Leser meines Börsendienstes „Der Depot-Optimierer“ liegen mit der Verbio-Aktie übrigens nach nicht einmal 8 Monaten Haltedauer bereits mit über 180% im Gewinn.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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