Günstiger Einstiegszeitpunkt bei BASF

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Es läuft eigentlich alles rund bei BASF, nur die Aktie will nicht so recht in Fahrt kommen - darum ist der DAX-Titel aktuell eher unterbewertet. (Foto: 360b / shutterstock.com)

Die Corona-Pandemie hatte viele Aktien aus dem deutschen Leitindex DAX infiziert. Das hat vielleicht auch bei Ihnen die Schnäppchensaison eingeläutet. Allerdings ist dabei häufig die Qual der Wahl, auf welche Aktie man setzen sollte und welche wohl die günstigere ist. Oder die dividendenstärkere. Eine Aktie, die derzeit preiswert erscheint, ist die des weltweit führenden Chemieunternehmen BASF.

Schnee von gestern

Vom Crash im Frühjahr 2020 konnte sich die BASF-Aktie zunächst im Gleichschritt mit dem DAX erholen. Im März übersprang ihr Kurs sogar das Vorkrisenniveau. Seither aber steckt die Aktie in einer Seitwärtsphase fest. Bereits im Vorfeld der Pandemie entwickelte sich die Aktie schlecht und verlor in 3 Jahren fast 40% an Wert, auch weil die deutsche Autoindustrie als großer Abnehmer schwächelte.

Die Situation ist eine andere

Die Situation ist inzwischen eine andere als noch vor zwei Jahren: Die deutsche Autoindustrie ist im E-Zeitalter angekommen und erwirtschaftet Rekordgewinne. Die Nachfrage zieht wieder an und im Batteriegeschäft wittern die Chemiekonzerne neue Absatzmöglichkeiten. Im Zuge des Wirtschaftsaufschwungs und steigender Preise für Grundstoffe blickt die Branche dazu sehr optimistisch in die Zukunft. Der Verband Chemische Industrie (VCI) hat seine Prognose für das Gesamtjahr bereits mehrmals angehoben. Die jüngsten Quartalszahlen bestätigten das positive Stimmungsbild.

Gewinnsprung um 165%

Im den ersten 9 Monaten 2021 stieg der Umsatz um 36% auf 58,8 Mrd. € und der Gewinn um 165% auf 5,59 € je Aktie. Trotz der gestiegenen Rohstoffpreise und der weltweiten Logistikprobleme verbesserte sich die operative Marge um 5 Prozentpunkte auf 15,5%. Noch erfreulicher aber ist die Prognose: 2021 soll der Umsatz inzwischen auf 74 bis 77 Mrd. € steigen und damit möglicherweise auf Rekordniveau.

Das operative Ergebnis soll auf 7 bis 7,5 Mrd. € klettern. BASF hat kräftig in die Zukunft investiert, dabei setzt der Chemie-Riese auf das Thema Nachhaltigkeit und versucht auf unterschiedlichste Weise von diesem anhaltenden Mega-Trend zu profitieren. So wurde zuletzt eine Beteiligung von 49,5% an dem Windpark Hollandse Kust Zuid von Vattenfall erworben.

60% Kurspotenzial und 5,6% Dividendenrendite

Es läuft also eigentlich alles rund, nur die Aktie will nicht so recht in Fahrt kommen. Das macht sie allerdings nur noch attraktiver, da sie entsprechend günstig bewertet ist. Das KGV liegt bei 11. Bedeutungsvoller wird die Bewertung, legt man alte Gewinne zugrunde. Im Geschäftsjahr 2019 kam BASF auf einen Gewinn je Aktie von 9,17 €. Würde BASF zu diesem Wert zurückfinden, errechnet sich ein KGV von 7,3. Eine Perspektive, die langfristig zutreffen dürfte. Ausgehend vom aktuellen Kurs hätte die Aktie damit noch ein Potenzial von 60%.

Obendrauf gibt es noch eine mehr als ordentliche Dividende. BASF gehört nämlich zu den deutschen Dividenden-Dauerläufern. Der Chemieriese schüttet seit 1953 ununterbrochen Dividenden aus und gehört beim Dividendenwachstum der vergangenen 5 Jahre mit 120% zu den Spitzenreitern unter den Dauer-Zahlern. Aktuell können Sie mit einer erstklassigen Dividendenrendite von 5,6% rechnen.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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