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BayWa mit Rekordergebnis im 1. Halbjahr

Inhaltsverzeichnis

Im Vergleich zu den schwachen Geschäftszahlen im Corona-Jahr 2020 können nahezu alle deutschen Mittelständler in diesem Jahr mit satten Zugewinnen aufwarten. Besonders deutlich sind dabei die Umsatz- und Erlössteigerungen im 1. Halbjahr 2021 bei einem traditionsreichen bayerischen Unternehmen, der BayWa AG, ausgefallen

So erzielte der in den Bereichen Energie, Agrar und Bau tätige Mischkonzern aus München in den ersten 6 Monaten einen Umsatz von 9,28 Mrd. Euro. Das waren 13,3% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (8,19 Mrd. Euro).

Beim Erlös fiel die Steigerung noch wesentlich deutlicher aus. So konnte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), auch als operatives Ergebnis bezeichnet, im 1. Halbjahr 2021 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2020 sogar fast verdreifacht werden: Das EBIT stieg von 53,8 Mio. Euro auf 144,6 Mio. Euro.

Bevor ich auf die Entwicklungen in den einzelnen Segmenten der BayWa eingehen werde, möchte ich Ihnen das Münchener Traditionsunternehmen noch kurz vorstellen.

Kurzporträt der BayWa AG

Gegründet wurde die BayWa AG als Ausgliederung der Bayerischen Zentral-Darlehenskasse im Jahre 1923. Das Unternehmen firmierte bis 1972 als Bayerische Warenvermittlung landwirtschaftlicher Genossenschaften AG.

Ihren Ursprung hat die BayWa im genossenschaftlichen Landhandel mit der Aufgabe, den ländlichen Raum mit allem zu versorgen, was die Landwirtschaft benötigt. Nach dem 2. Weltkrieg diversifizierte das Unternehmen und dehnte seine Geschäftstätigkeit auch auf die Bau- und Energiewirtschaft aus.

Mitte der 1990er Jahre expandierte die BayWa durch Übernahmen und ist seitdem auch in Österreich und Osteuropa aktiv. In den 2010er Jahren übernahm BayWa den niederländischen Getreidehändler Cefetra und den neuseeländischen Obsthändler Turners & Growers.

Heute ist die BayWa nach eigenen Angaben als globaler Player aktiv und entwickelt führende Lösungen und werthaltige Projekte für die Grundbedürfnisse Ernährung, Energie und Bau. Mit ihren Beteiligungen und Tochterunternehmen sind die Bayern aktuell in mehr als 50 Ländern der Erde vertreten.

Entwicklung der Segmente im 1. Halbjahr

Im BayWa-Segment Energie lag der Umsatz im 1. Halbjahr bei 2,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,8 Mrd. Euro). Das EBIT hat sich in diesem Segment mehr als verdreifacht und betrug im 1. Halbjahr 2021 57,3 Mio. Euro (Vorjahr: 16,7 Mio. Euro). Diese enorme Steigerung ist unter anderem auf die Verkäufe von drei Windparks in Deutschland, Frankreich und Schweden mit einer Gesamtleistung von 102 MW zurückzuführen.

Der Umsatz im Segment Agrar verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht. Im 1. Halbjahr 2021 lag der Agrar-Umsatz bei 6,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 5,6 Mrd. Euro). Das EBIT lag bei 88,3 Mio. Euro (Vorjahr: 61,6 Mio. Euro). Ergebnistreiber im Agrarbereich waren der 2012 erworbene niederländische Agrarhandel Cefetra Group und das deutsche Agrargeschäft.

Auch im Segment Bau konnte BayWa den Umsatz deutlich steigern. Er lag im 1. Halbjahr bei

994,6 Mio. Euro (Vorjahr: 876,8 Mio. Euro). Das EBIT hat sich nahezu verdoppelt und betrug 33,6 Mio. Euro (Vorjahr: 17,2 Mio. Euro). Die BayWa profitierte in allen Produktbereichen des Bausegments vom allgemeinen Bauboom.

Jahresprognose angehoben

Die Anfang der Woche präsentierten BayWa-Zahlen für das 1. Halbjahr können sich durchweg sehen lassen. Wenn es den Münchenern gelingt, diesen Schwung auf das Gesamtjahr auszudehnen, dürften auch für das Gesamtjahr Rekordergebnisse zu erwarten sein.

Angesichts des sehr guten 1. Halbjahres hat der BayWa-Vorstand auch die Jahresprognose angehoben. Waren die Münchener bisher noch von einer „moderaten“ Steigerung des operativen Gewinns zwischen 1 bis 5% ausgegangen, gehen sie jetzt von einer „erheblichen“ EBIT-Steigerung“ zwischen 10 bis 20% aus.

Der Kurs der BayWa-Aktie hat in diesem Jahr bereits kräftig zugelegt, sollte aber aus meiner Sicht angesichts der sehr guten positiven operativen Entwicklung und der ebenfalls sehr guten Perspektiven noch Luft nach oben haben.