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BVB-Aktie: Das Transferkarussell dreht sich

BVB-Aktie: Das Transferkarussell dreht sich
Олександр Луценко / stock.adobe.com
Inhaltsverzeichnis

Noch ist die Bundesliga-Saison 2021/2022 nicht beendet. Am kommenden Wochenende findet der 34. und damit auch letzte Spieltag statt. Die meisten Entscheidungen sind aber bereits gefallen. So steht beispielsweise schon fest, dass die Borussia aus Dortmund, der einzige börsennotierte Bundesligist, auch in diesem Jahr keine Chance gegen Bayern München hatte.

Die Meisterschaft geht zum 10. Mal in Serie in die bayerische Landeshauptstadt. Die Dortmunder haben allerdings schon einiges dafür getan, dass die Bayern in der kommenden Saison nicht zum 11. Mal in Folge Meister werden. Der BVB hat mit Niklas Süle und Kevin Schlotterbeck zwei deutsche Nationalspieler für die in dieser Saison bisweilen löchrige Abwehr verpflichtet.

Und ganz frisch wurde gemeldet, dass mit Karim Adeyemi ein weiterer deutscher Nationalspieler für die Offensive verpflichtet werden konnte. Somit haben die Dortmunder den Bayern Niklas Süle abgeworben und nun auch noch Adeyemi vor der Nase weggeschnappt. Es gibt jedoch auch einen Wermutstropfen: Erling Haaland, der Dortmunder Top-Torjäger der vergangenen Jahre, wird den BVB in Richtung England verlassen.

Details zum Transfer von Erling Haaland

Laut einer Mitteilung des BVB vom gestrigen Tag wurde Einigkeit zwischen allen Parteien über einen Wechsel von Erling Haaland zu Manchester City erzielt. Die vertraglichen Details seien noch abzustimmen, hieß es.

Mit der Realisierung dieses Transfergeschäftes erwartet die Geschäftsführung des BVB einen positiven Effekt auf die Ergebniskennzahlen (EBITDA, EBIT) für das Geschäftsjahr 2022/2023 in einer Größenordnung von rund 35 bis 40 Mio. Euro. Weil das Transferfenster erst am 1. Juli öffnet, kann der Ertrag nicht mehr im laufenden Geschäftsjahr 2021/2022 verbucht werden.

Vom Adeyemi-Transfer profitiert auch Unterhaching

Von der Verpflichtung von Karim Adeyemi von RB Salzburg durch den BVB profitiert auch ein weiterer deutscher Fußball-Verein, der an der Börse gelistet ist. Die Rede ist von der Spielvereinigung Unterhaching.

Die Spielvereinigung Unterhaching Fußball GmbH & Co. KGaA wurde gestern über den Transfer informiert und teilte daraufhin mit, dass man aufgrund einer Weiterverkaufsklausel an den Transfererlösen beteiligt sei.

Unterhaching erhält eine fixe Zahlung in Höhe von 6 Mio. Euro und hat die Option auf zwei erfolgsabhängige Tranchen in Höhe von jeweils 1 Mio. Euro. Darüber hinaus würde Unterhaching von einem späteren Weiterverkauf Adeyemis durch den BVB profitieren.

Die Unterhaching-Aktie legte gestern und heute zu – notiert aber aktuell dennoch deutlich unter dem Ausgabepreis vom Börsengang im Jahr 2019. Dasselbe Bild beim BVB: Auch hier legte die Aktie gestern und heute zu, notiert aber deutlich unter dem Ausgabepreis beim Börsengang.

Meine Einschätzung zu Fußball-Investments

Die Stammleser kennen meine Haltung: Für mich ist Fußball ein schönes Hobby, allerdings nie ein Investment wert. Eine schwere Verletzung eines Schlüsselspielers oder ein fehlerhafter Schiedsrichter-Pfiff reichen unter Umständen, um die Saisonziele zu gefährden. Da ist zu viel Glück und Zufall im Spiel.

Ich halte daher nicht viel von Fußball-Aktien und Fußball-Anleihen. Wenn Sie diese Wertpapiere als Fan erwerben, ist das okay, als strategisch denkender Investor sollten Sie davon meines Erachtens eher die Finger lassen. Ich stelle Ihnen hier im „Schlussgong“ und in meinen Börsendiensten regelmäßig deutlich lukrativere Investments vor.