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Starke Marke und 7% Dividende

Starke Marke und 7% Dividende
Kirill Gorlov / stock.adobe.com
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Die Marke mit dem Stern hat einen Reiz. Auch im E-Auto-Zeitalter. Längst hat sich Mercedes nämlich auch als technologischer Vorreiter positioniert. Selbstfahrende Autos sind eines der Steckenpferde von Mercedes. Hier gab es in der Vergangenheit einige positive Entwicklungen. Auch lange Akkulaufzeiten sind für die Schwaben offenbar kein Problem.

Das sind Gründe, die Aktie einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Vorab aber einige Infos zum Unternehmen, das seit der Abspaltung von Daimler Trucks einen neuen Namen hat: Mercedes-Benz Group ist ein weltweit führender Hersteller von Premium-Personenwagen und bei Nutzfahrzeugen weltweit die Nummer 1. Geschäftsfelder sind Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Daimler Financial Services sowie Vans und Busse.

Der Rubel rollt…

Die Mercedes-Benz Group hat im 1. Quartal mehr verkauft, aber weniger verdient. Der Umsatz stieg um 6% auf 34,9 Mrd €. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 3,5 Mrd €. Grund dafür war, wie bei der Konkurrenz auch, die Knappheit der Halbleiter. Außerdem wurde die europäische Marktentwicklung durch die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts beeinflusst. Einen Durchbruch gelang dem Unternehmen beim autonomen Fahren.

Als erster Hersteller bekam die MBG eine Level-3-Zulassung für ein autonomes System, bei dem der Fahrer unter bestimmten Bedingungen die Kontrolle komplett an das Fahrzeug abgeben darf. Zwar muss der Fahrer jederzeit bereit sein, die Kontrolle zu übernehmen. Die Verantwortung liegt aber in der Zeit bei Mercedes. Der Rahmen, in dem diese Funktion erlaubt ist, ist noch sehr begrenzt. Beispielsweise ist es nur auf der Autobahn und bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h zugelassen.

Zusätzlich will der Konzern mit der Einstellung von 3.000 neuen Softwareentwicklern seine Technologiekompetenz verteidigen. Besonders BYD und Tesla sind hier starke Konkurrenten. In Bezug auf den Russland-Ukraine-Konflikt bereitet sich der Konzern auf ein Gasembargo vor. Bei einer Gasknappheit wäre die Bundesnetzagentur für die Verteilung zuständig. Welche Unternehmen eventuell eine Priorität bekämen, ist noch unklar und würde die Produktion des Konzerns erheblich einschränken. Fraglich ist, ob der Konzern die Profitabilität bei einer Beruhigung der Lieferkette langfristig halten kann.

Diese Dividende überzeugt

Diese Bedenken sollten Anleger zwar immer im Hinterkopf bewahren, doch sieht es zumindest aktuell nicht mehr nach einer Eskalation aus. Wer in Autos investieren will und  ein Faible für starke Marken hat, kann sich Mercedes-Benz genauer ansehen. Die Dividendenrendite von mehr als 7% ist sehr ordentlich!