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Daimler spaltet sich auf und bringt LKW-Tochter an die Börse

Inhaltsverzeichnis

Jetzt ist es amtlich: Der Daimler-Konzern spaltet sich auf. Zukünftig werden die PKW-Sparte und die LKW- und Bus-Sparte getrennt voneinander als jeweils eigenständige Aktiengesellschaft an der Börse gelistet sein (perspektivisch voraussichtlich auch beide im deutschen Leitindex DAX).

Der Konzern verspricht sich davon unter anderem eine in Summe höhere Bewertung. Voraussetzung für die Aufspaltung war eine entsprechende Abstimmung unter den Daimler-Aktionären. Das Ergebnis: 99,9% der Daimler-Aktionäre stimmten für die Aufspaltung.

Weitere Details zur Daimler-Aufspaltung

Zukünftig steht Mercedes-Benz für Autos und Vans und Daimler Truck für das Geschäft mit Lastwagen und Bussen. Die Daimler-Aktionäre erhalten 65% der Aktien des neuen Unternehmens Daimler Truck in einem Verhältnis von 2:1.

Das bedeutet: Wer vor der Aufspaltung 20 Daimler-Aktien sein eigen nennt, besitzt nach der Aufspaltung zusätzlich noch 10 Aktien von Daimler Truck. Die Aufspaltung soll noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Geplant ist der Monat Dezember.

Es soll zudem weiterhin eine Verbindung geben. Die PKW-Sparte Mercedes-Benz will nach der Aufspaltung einen Minderheitsanteil an der Truck-Sparte Daimler Truck halten. Es ist jedoch nicht bekannt, wie groß dieser Anteil perspektivisch sein soll. Aktuell habe man aber keine Pläne, den Minderheitsanteil von 35% zu verringern.

Daimler Truck ist nach eigenen Angaben der weltgrößte Hersteller von Lkw und Bussen mit sieben Marken, mehr als 100.000 Beschäftigten und einem Umsatz von zuletzt knapp 45 Mrd. Euro. Für Daimler insgesamt arbeiten weltweit derzeit rund 300.000 Menschen.

Nachdem wir uns den Aufspaltungsplänen im Hause Daimler gewidmet haben, möchte ich abschließend noch auf die jüngsten Wasserstoff-Pläne des Konzerns blicken.

Wasserstoff-Neuigkeiten von Daimler

Bereits vor einigen Monaten hatte sich eine neue Interessensgemeinschaft mit dem Namen H2Accelerate (H2A) gebildet. Diese strebt an, Wasserstoff-Lkw europaweit zum Durchbruch zu verhelfen.

Hinter der Initiative stehen neben Daimler Truck noch Iveco, OMV, Shell und TotalEnergies sowie die Volvo-Gruppe. Ganz frisch wurde gemeldet, dass sich der Industriegase-Spezialist Linde als siebtes Mitglied der Interessensgemeinschaft H2Accelerate angeschlossen hat.

Der Daimler-Konzern setzt sogar schon seit über 25 Jahren auf Wasserstoff. So hat Daimler beispielsweise bereits im Jahr 1996 eine erste Brennstoffzellen-Allianz mit dem kanadischen Unternehmen Ballard Power geschlossen.

Im vergangenen Jahr wurden dann alle Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Kompetenzen im Daimler-Konzern in einem Unternehmen – der Daimler Truck Fuel Cell – gebündelt. Es folgte eine Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Allianz zwischen Daimler und Volvo mit dem Namen Cellcentric.

Im Fahrzeugbereich dürfte nach meiner Einschätzung der größte technologische Vorteil von Wasserstoff bei den Nutzfahrzeugen (Busse und LKW) liegen. Daher ist Daimler Truck – wenn Sie auf das Thema Wasserstoff setzen wollen – interessanter als Mercedes-Benz.