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E:ON: Diese Aktie steht unter Strom

E:ON: Diese Aktie steht unter Strom
Achim Wagner / stock.adobe.com
Inhaltsverzeichnis

Alle Welt braucht Energie. Zugleich wird Energie immer teurer. Liegt es da nicht nahe, sich an Versorgern zu beteiligen? Was sich anfangs als logisch präsentiert, ist in Wahrheit komplexer. Wir haben für Sie die Aktie von E.ON unter die Lupe genommen und erklären Ihnen, was es mit dem Versorger auf sich hat. Vorab das Unternehmen allerdings für Sie im Portrait.

E.ON SE ist einer der größten Energieversorger der Welt. 2016 hat sich der Konzern aufgespalten. Das Kerngeschäft der konventionellen Energieerzeugung wird seitdem vom abgespaltenen Unternehmen Uniper durchgeführt. E.ON konzentriert sich auf die Bereiche Energienetze, erneuerbare Energien und Kundenlösungen.

Dieses Jahr war richtig stark – E.ON auf gutem Weg

E.ON hat ein starkes Jahr hinter sich. Der Umsatz stieg um 26,9% auf 77,4 Mrd €. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 4,7 Mrd €. Hauptgrund für die hohe Profitabilität waren gestiegene Energiepreise. Der Russland-Ukraine-Konflikt beschäftigt auch E.ON. Durch die Beteiligung an der Pipeline Nord Stream 1 muss der Konzern im laufenden Jahr mit einer Abschreibung rechnen. Eine Veräußerung steht nicht an. Ein Verkauf wäre auch nur an einen russischen Interessenten möglich. Der Einkauf von Erdgas bei Gazprom wurde gestoppt.

Für Aktionäre gab es gute Nachrichten. Der Konzern will bis 2026 Investitionen in Höhe von 27 Mrd € durchführen. Davon sollen 22 Mrd € in den Ausbau der Energienetze als Rückgrat der Energiewende fließen. Die restlichen 5 Mrd € dienen dem Ausbau der Sparte Kundenlösungen. Auch wurde die Dividendenpolitik, die eine Steigerung von 5% pro Jahr vorsieht, verlängert. Im laufenden Jahr rechnet der Konzern mit hohen Preisen für Strom und Gas und warnte seine Kunden vor. Erfreulich sind auch die Bemühungen im Bereich erneuerbare Energien.

Die Anzahl installierter Kundenlösungen konnte auf 125.000 gesteigert werden. Darunter zählen Solaranlagen, Batteriespeicher und effiziente Heizungen wie Wärmepumpen. Der Anteil von grünem Strom wurde um 5 Prozentpunkte auf 33% gesteigert. Mit den Umstrukturierungen ist E.ON auf einem guten Weg. 2022 erwartet der Konzern einen Gewinn von 2,3 bis 2,5 Mrd €.

Diese Dividende reißt es raus

Aufgrund einer Dividendenrendite von mehr als 4% ist die Aktie auch langfristig interessant. Das beschränkte Kurspotenzial wird durch die Ausschüttung in jedem Fall aufgewertet. Hinzu kommt wegen der regenerativen Energie auch eine gewisse Zukunftsfantasie. Lassen Sie diese Aktie auf keinen Fall links liegen!