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Wenn man die Menschen fragt, an welchen Erkrankungen sie leiden, dann sind darunter oftmals alte Bekannte. Herz- Kreislauf-Erkrankungen etwa. Genau in diesen Bereichen hat die Pharmabranche in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Wer einen guten Arzt hat, bekommt heute eine ausgezeichnete Therapie. Oftmals kommen dabei Produkte von Merck zum Einsatz. Wir erklären Ihnen, ob das Unternehmen vom Fokus auf weit verbreitete Krankheiten profitieren kann, so wie es logisch naheliegend ist.

Zuvor aber ein Kurzportrait des Unternehmens. Merck KGaA vertreibt Medikamente gegen Herz-/Kreislauferkrankungen und Stoffwechselstörungen, Laborausrüstung sowie Flüssigkristalle für Displays. Nach der Serono-Übernahme ist Merck einer der weltweit führenden Biopharmazeutika- Konzerne. Der Konzern ist in 67 Ländern mit 236 Gesellschaften vertreten. 70 Produktionsstätten finden sich in 26 Ländern.

Medikament gegen MS als Hoffnungsträger

Merck hat in einem herausfordernden Umfeld Stärke bewiesen. Im 1. Quartal stieg der Umsatz um 6% und der Gewinn um 63,3%. Das viel beachtete bereinigte operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 27,9% auf 1,5 Mrd €. Wachstums- und Ergebnistreiber war die Sparte Life Science. Der Umsatz stieg um 20,4% auf 2,13 Mrd € und das EBITDA pre um 43,4% auf 793 Mio €. Um die boomende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen für die Impfstoff- und Arzneimittelhersteller befriedigen zu können, werden die Produktionskapazitäten weiter ausgebaut.

Zu den Kunden gehört unter anderem BioNTech. Die beiden anderen Sparten meldeten Umsatzrückgänge von jeweils rund 4%. Verantwortlich waren lediglich negative Wechselkurseffekte. Die Profitabilität hat sich dagegen verbessert. In der Sparte Healthcare überzeugten vor allem die Hoffnungsträger Bavencio gegen Krebs und Mavenclad gegen Multiple Sklerose mit zweistelligen Umsatzzuwächsen. Bis Ende nächsten Jahres will der Konzern mit neuen Medikamenten 2 Mrd € umsetzen.

Alles gut, aber die Dividende…

Sorgen bereitet noch das Geschäft mit Spezialmaterialien der Sparte Electronics. Der harte Wettbewerb im Bereich Flüssigkristalle für Displays belastet die Geschäftsentwicklung. Angesichts des insgesamt guten Jahresauftakts hat das Management die Jahresprognose angehoben. Erwartet werden jetzt ein Umsatz von 18,5 bis 19,5 Mrd € und ein EBITDA pre von 5,4 bis 5,8 Mrd €. Den Gewinn schätzen wir auf 2,3 Mrd €. Merck ist ein Profiteur der Corona-Pandemie. Der Aufwärtstrend ist intakt und die Bewertung im historischen Vergleich nicht zu hoch. Die Dividende fällt mit einer Rendite von 0,9% gemessen am Aktienkurs aber kaum ins Gewicht.