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Merck & Co: Krisenresistente Pharma-Aktie

Merck & Co: Krisenresistente Pharma-Aktie
Sundry Photography / Adobe Stock
Inhaltsverzeichnis

Sind Sie in diesen turbulenten Zeiten auf der Suche nach krisenresistenten Aktien? Dann empfehle ich Ihnen, sich einmal näher in der Pharmabranche umzuschauen, die vollkommen zu Recht als enorm krisensicher gilt. Einen der großen Pharma-Werte – den US-Konzern Merck & Co – möchte ich Ihnen heute näher vorstellen.

Kurzportrait

Der US-Pharmakonzern besitzt ein breites Sortiment an Medikamenten und Impfstoffen. 17 der 20 weltweit bedeutendsten Krankheiten lassen sich mit Merck-Produkten behandeln. Star des Portfolios ist das innovative Krebs-Mittel Keytruda, ein sogenannter Checkpoint-Hemmer aus dem Bereich der Krebsimmuntherapie. Keytruda hat inzwischen die Umsatzmarke von 14 Mrd. US-Dollar übertroffen und wächst weiterhin mit zweistelligen Wachstumsraten.

COVID-19-Medikament Molnupiravir: Trotz Rückschlag Milliardenumsatz

Im Herbst hatte die Merck-Aktie zwischenzeitlich zu einer starken Aufwärtsbewegung angesetzt, nachdem positive Studiendaten zum COVID-19-Medikament Molnupiravir veröffentlicht wurden. Allerdings war der Schub nicht von langer Dauer, da Konkurrenz Pfizer nur wenige Wochen später noch bessere Studiendaten für sein COVID-19-Medikament vorlegte.

Trotzdem ist Molnupiravir für Merck & Co kein Fehlschlag. Das Medikament hat inzwischen die Zulassung erhalten und es wurden bereits über 4 Mio. Behandlungseinheiten in über 25 Länder ausgeliefert. Zudem befindet sich Merck & Co in weiteren Verhandlungen. Auch wenn der kommerzielle Erfolg nicht so groß ist wie nach den ersten Studiendaten erhofft, so wird Molnupiravir Merck & Co unterm Strich einen Milliardenumsatz einbringen.

Fokussierung auf wachstumsstarke Bereiche durch Börsengang von Organon

Im Frühjahr 2021 hat Merck & Co einige Geschäftsbereiche in seine Tochter Organon ausgegliedert und diese an die Börse gebracht. Dazu zählen die Sparten Frauengesundheit und Biosimilars (Nachahmerprodukte von biotechnologisch erzeugten Wirkstoffen) sowie ältere Markenmedikamente. Der Jahresumsatz dieser über 60 Medikamente liegt bei rund 8 Mrd. US-Dollar. Insgesamt geht rund die Hälfte des Medikamentenportfolios bei Humanarzneimitteln, ein Viertel der Produktionsstätten sowie 9.000 Mitarbeiter in die Tochter.

In Zukunft will sich Merck & Co stärker auf seine größten Wachstumsbereiche (vor allem die Krebsmedizin) konzentrieren. Der Börsengang der Tochter spülte 9 Mrd. US-Dollar in die Kassen des Konzerns. Außerdem erwartet Merck & Co höhere Gewinnmargen. In den kommenden Jahren sollen operative Effizienzgewinne durch die Aufspaltung erzielt werden.

Analysten erwarten hohes Wachstum für das laufende Jahr

Die Abspaltung von Organon zahlt sich um laufenden Jahr in Form hoher Wachstumsraten aus: Analysten erwarten im Schnitt ein Umsatzwachstum von 20% auf rund 57 Mrd. US-Dollar. Auch der Gewinn pro Aktie dürfte in einem ähnlichen Umfang zulegen.

Günstige Bewertung

Aktuell wird die Aktie von Merck & Co mit dem 3,5-Fachen des Umsatzes und dem 11-Fachen des Gewinns bewertet. Hinzu kommt eine ordentliche Dividendenrendite von 3,6%. Die günstige Bewertung sichert die Aktie nach unten relativ gut ab, während nach oben einiger Nachholbedarf besteht. Dies ist kein schlechtes Chance/Risiko-Verhältnis.