Diese Aktien profitieren von der Fußball-EM

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Heute startet Deutschland gegen Frankreich in die Fußball-EM. Die deutschen Sportartikelhersteller Adidas und Puma profitieren davon. (Foto: chrisdorney)

Freuen Sie sich schon auf heute Abend? Dann startet die deutsche Mannschaft mit dem Spiel gegen Weltmeister Frankreich in die Europameisterschaft. Seit ein paar Tagen rollt in vielen Stadien in ganz Europa der Ball. Sogar Zuschauer sind mit von der Partie.

Ausrüster wie Adidas und Puma erhoffen sich Millioneneinnahmen durch das wegen Corona um ein Jahr verschobene Turnier. Zudem stehen schon in wenigen Wochen die Olympischen Sommerspiele in Tokio an. Ich habe mir die Aktien der beiden großen deutschen Sportartikelhersteller für Sie angeschaut und verrate Ihnen, welcher der beiden Titel aus meiner Sicht attraktiver ist.

Aus einem Brüderstreit entstehen Adidas und Puma

Beide Unternehmen, Adidas und Puma, haben ihre Wurzeln in der fränkischen Stadt Herzogenaurach. Die Brüder Adolf und Rudolf Dassler, die vor dem Zweiten Weltkrieg in der Gebrüder Dassler Schuhfabrik gemeinsam Fußballschuhe gefertigt hatten, zerstritten sich. Rudolf Dassler gründete daraufhin die Firma Puma, Adolf Dassler Adidas.

Beides sind heute sehr erfolgreiche Unternehmen. Adidas, ist mit einem Umsatz von knapp 20 Mrd. Euro im vergangenen Jahr deutlich größer und der Hauptrivale von Branchenprimus Nike. Puma erzielte im Corona-Jahr Erlöse von gut 5 Mrd. Euro.

Puma hat die Corona-Krise gut überstanden

Kleiner heißt aber nicht unbedingt schlechter. Puma hat schon frühzeitig auf das Thema Lifestyle gesetzt, sich dabei aber teilweise auch ein wenig verrannt. Zuletzt rückte der Sport wieder mehr in den Mittelpunkt. Dabei hat Puma vor allem den Fußball im Blick. Das Unternehmen hat Verträge mit Stars wie Marco Reus, Antoine Griezmann oder Romelu Lukaku oder auch mit Top-Vereinsmannschaften wie Manchester City, Borussia Dortmund oder dem AC Mailand.

Das Corona-Jahr hat Puma mit einem Umsatzminus von 5% auf 5,2 Mrd. Euro vergleichsweise gut überstanden. Für dieses Jahr erwarten Analysten schon wieder Rekorderlöse in Höhe von 6,1 Mrd. Euro. Adidas hingegen dürfte den Umsatz aus dem Rekordjahr 2019 frühestens 2022 wieder erreichen.

Puma-Aktie ist in einer spannenden Ausgangslage

Auch beim Blick auf den Chart schneidet Puma besser ab. Während die Adidas-Aktie das Vor-Corona-Niveau noch immer nicht wieder erreicht hat, markierte der Puma-Kurs bereits im November wieder neue Rekordstände. Aktuell befindet sich der MDAX-Titel in einer spannenden charttechnischen Ausgangssituation.

Seit Januar gönnt sich der Aktienkurs nämlich eine Verschnaufpause und läuft unter Schwankungen per Saldo seitwärts. Kann die Puma-Aktie die zentrale Widerstandszone im Bereich von 95 Euro überspringen und den Seitwärtskanal der vergangenen Monate nach oben verlassen, wäre das ein starkes Trend-Signal. Dann dürfte der Startschuss für eine mittelfristige Trendbewegung fallen. In diesem Fall sind auf Sicht der nächsten Monate Kurse um 110 Euro ein realistisches Ziel.

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Zwei solide Aktien für langfristige AnlegerWährend sich Procter & Gamble bereits in zahlreichen Depots befindet, ist Church & Dwight vielen Anlagern noch eher unbekannt. › mehr lesen


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Michael Kelnberger
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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