Dynamisch und flexibel: SDAX-Aktien bieten Potenzial

SDAX als Wort auf Chart

SDAX-Unternehmen sind oft dynamischer und flexibler als DAX-Konzerne. Alle Fakten und Infos! (Foto: Mediaparts - adobe stock)

Aktien mit Potenzial und überschaubarem Risiko – wer solche Titel für sein Depot sucht, sollte sich bei den SDAX-Unternehmen umschauen. Der SDAX (Small-Cap-DAX) ist nach dem DAX und dem MDAX der kleinste unter den drei Indexbrüdern der Deutschen Börse AG. Er wurde am 21. Juni 1999 von der Deutschen Börse AG eingeführt.

In den SDAX® können nur börsennotierte Gesellschaften aufgenommen werden, die zu den größten 165 Unternehmen im Prime Standard gehören, einem Börsensegment der Frankfurter Wertpapierbörse.

SDAX-Unternehmen: Der Vorteil kurzer Entscheidungswege

Die 70 im SDAX gelisteten Firmen, darunter Home 24, Fielmann und die RTL Group werden auch Nebenwerte genannt. Sie sind aber alles andere als nebensächlich. SDAX-Unternehmen bedienen häufig lukrative Nischenmärkte, viele von ihnen werden als Hidden Champions, sprich heimliche Marktführer gehandelt.

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Ihr Vorteil: Sie sind in der Regel flexibler und dynamischer als die großen Konzerne im DAX. Mit schlankerer Struktur und kürzeren Entscheidungswegen können sie sich veränderten Marktanforderungen schneller anpassen.

Unternehmen im SDAX als Vertreter des Deutschen Mittelstands

Die Unternehmen des SDAX gelten gerade unter ausländischen Anlegern als Vertreter des Deutschen Mittelstands. Selbst äußerst sicherheitsorientierte institutionelle Investoren wie die Vermögensverwaltungsgesellschaft der norwegischen Notenbank (NBIM) engagieren sich im SDAX. Beim Autovermieter Sixt beispielsweise wird positiv bewertet, dass die Gründerfamilie als starker Ankeraktionär beteiligt ist.

Sicherheit und Transparenz im SDAX – Anforderungen der Börse

Für Sicherheit und Transparenz sorgen die strengen Regeln der Deutschen Börse. Die Small Caps im SDAX sind ebenso wie die DAX-, MDAX- und TecDAX-Unternehmen im Prime Standard mit seinem hohen Anforderungsprofil gelistet.

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Dort finden sich insgesamt 313 Firmen (Stand: Januar 2021), die die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen. In den SDAX werden nur diejenigen aufgenommen, die in Bezug auf Marktkapitalisierung und Börsenumsatz zu den größten 165 Unternehmen nach dem DAX gehören und einen Streubesitz (Free Float) von mindestens 10% aufweisen.

Wer die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt, wird aus dem Index genommen und durch stärkere Kandidaten aus dem Prime Standard ersetzt. Die Überprüfung und Bereinigung findet regelmäßig im Quartal statt und sorgt stets für frischen Wind im Index. Die Wechsel sind häufiger als beim Dax, bescheren aber Anlegern immer wieder neue aufstrebende Firmen mit Potenzial.

Der SDAX dient vielen Unternehmen als Einstieg zum Aufstieg

Für viele ist der SDAX nur der Einstieg zum Aufstieg in den MDAX und schließlich den DAX. Ein Beispiel ist Vonovia, das in anderer Struktur zuvor Deutsche Annington hieß. Das Immobilienunternehmen hatte schon kurz nach seiner Gründung auf Anhieb den Sprung in den SDAX geschafft.

Der SDAX sieht heute völlig anders aus als bei seiner ersten Berechnung im Jahr 1999. Als einziges Unternehmen aus diesen Tagen ist noch Hornbach vertreten.

Chancen und Risiken des SDAX

Aufsteiger und Absteiger – der SDAX ist insgesamt zwar dynamischer als der DAX, dafür aber auch volatiler – Anleger müssen etwas stärkere Kursschwankungen in Kauf nehmen. Das bringt natürlich ein etwas höheres Risiko mit sich. Auf der anderen Seite wiederum finden sich im SDAX anteilig mehr Firmen mit hohen Nettomargen. Die Nettomarge zeigt, wie hoch der prozentuale Anteil am Gewinn ist, und zwar nach Abzug aller Kosten.

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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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