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Gerüchte um eine mögliche Übernahme von Manchester United

Inhaltsverzeichnis

Am vergangenen Mittwoch zog der Aktienkurs des englischen Traditionsvereins Manchester United nach längerer Talfahrt plötzlich deutlich an. Er sprang am frühen Mittwochmorgen um mehr als 7,5% in die Höhe und ging schließlich mit einem Plus von knapp 5% in den Feierabend.

Was war passiert? Sportliche Gründe konnten für diesen plötzlichen Kursanstieg des Ronaldo-Clubs nicht verantwortlich sein, denn ManU hatte die ersten beiden Partien der neuen Saison gegen die Außenseiter Brighton & Hove Albion und Brentford FC verloren.

Gerüchteküche um Übernahme von ManU brodelt

Der wahre Grund für den Kurssprung der ManU-Aktie lag – Sie werden es schon ahnen – wie so oft in aufkommenden Gerüchten um eine mögliche Übernahme des englischen Traditionsvereins.

So hatte der Multimilliardär und Tesla-Chef Elon Musk am Dienstagabend auf Twitter eine Nachricht verbreitet, dass er Englands erfolgreichsten Fußballklub kaufen wolle. Wenig später stellte Musk aber klar, dass sein Twitter-Tweet ein (schlechter) Scherz gewesen sei.

Kurz danach berichtete das US-amerikanische Nachrichtenportal Bloomberg, dass die Besitzer von ManU, die amerikanische Glazer-Familie, zumindest über einen Teilverkauf ihrer ManU-Aktien nachdenken würden.

Die aufgrund des seit Jahren ausbleibenden sportlichen Erfolgs und den nicht getätigten Investitionen in das ManU-Stadium Old Trafford von den ManU-Fans nicht gerade beliebte Eigentümerfamilie sei durch den schwachen Saisonstart unter Druck geraten.

Ineos-Besitzer Ratcliffe an Übernahme interessiert

Prompt meldete die britische Tageszeitung „The Times“ am Mittwoch, dass ein neuer Übernahme-Interessent seinen Hut in den Ring geworfen habe. Hierbei handelt es sich um den britischen Multimilliardär Jim Ratcliffe, Gründer und Vorstand des britischen Chemieunternehmens Ineos.

Laut „The Times“ hat ein Sprecher des Ineos-Milliardärs bestätigt, dass Ratcliffe die Möglichkeit zu Gesprächen mit den amerikanischen Eigentümern des Clubs begrüßen würde. „Wenn der Klub zum Verkauf steht, ist Jim definitiv ein potenzieller Käufer“, so der Sprecher.

Ratcliffe ist ManU-Fan und hat bereits in andere Sportklubs investiert

Ratcliffe stammt aus Failsworth, einer Stadt in der Region Greater Manchester, und ist seit Jahren bekennender ManU-Fan. Aber auch im Übernahmegeschäft von Fußballvereinen hat Ratcliffe bereits große Erfahrungen sammeln können.

So hat sein Unternehmen Ineos im Dezember 2017 den schweizerischen Fußballklub FC Lausanne-Sport übernommen. Zwei Jahre später folgte die Übernahme des französischen Erstligisten OGC Nizza. Ratcliffe hatte auch im Übernahmepoker um den Londoner Chelsea Football Club im Frühjahr dieses Jahres seine Finger im Spiel.

Doch der Sieger im Bieterwettstreit um den Chelsea FC war ein anderer. Wie Anfang Mai berichtet ging der Zuschlag für 4,25 Mrd. Britische Pfund (GBP – etwa 5 Mrd. Euro) an ein Konsortium unter Führung von Todd Boehly und Clearlake Capital sowie des Schweizer Milliardärs Hansjörg Wyss und Mark Walter, Mitbegründer und CEO von Guggenheim Capital.

Wie es weitergehen kann

Ob ManU wieder auf die sportliche Erfolgsspur zurückkehren wird, zeigt sich heute Abend um 21 Uhr. Dann empfängt ManU seinen Erzrivalen FC Liverpool. Allerdings haben die Anhänger von ManU Proteste angekündigt und daher ist noch nicht sicher, ob das Top-Spiel der Premier League tatsächlich stattfinden wird.

Unsicher ist auch, ob die Glazer-Familie ihre Anteile an Manchester United tatsächlich verkaufen wird. Allerdings steht eine mögliche Übernahme im Raum und daher ist die Aktie, deren Kurs im Rahme einer Übernahme sicherlich weiter anziehen dürfte, für Zocker von Interesse.

Ich selbst rate langfristig orientierten Investoren jedoch, die Finger von solchen Papieren zu lassen. Gerade im Fußball und anderen Sportarten gibt es viele Risiken, wie z.B. Verletzungen von Top-Spielern, die zu stark schwankenden Kursen führen können. Das macht eine Investition in diese Papiere zu einem wahren Glücksspiel.