ABB: Mittelfristige Umsatzprognose rauf und E-Mobilitäts-Börsengang

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Der Schweizer ABB-Konzern hat seine mittelfristige Umsatzprognose angehoben und plant im 1. Halbjahr 2022 den Börsengang seines E-Mobilitäts-Geschäfts. (Foto: Alexander Mak / shutterstock.com)

Der Schweizer ABB-Konzern hat im laufenden Geschäftsjahr Quartal für Quartal gute Zahlen vorgelegt und zuletzt auch die mittelfristige Umsatzprognose angehoben. Daneben gibt es weitere potenzielle Kurstreiber.

Bevor wir uns die neue mittelfristige Umsatzprognose anschauen und auf einen der weiteren Kurstreiber blicken, stelle ich Ihnen den ABB-Konzern vor, da ich davon ausgehe, dass – trotz einer gewissen Größe des Konzerns – nicht jeder weiß, was genau ABB macht.

ABB: Geschäftsmodell im Fokus

Die ABB Group ist ein international tätiges Unternehmen der Elektro- und Automatisierungstechnik. Der Schweizer Konzern bietet seinen Kunden ein umfassendes Angebot an Produkten, Systemanlagen, Lösungen und Services, die die Sicherheit und Betriebsfähigkeit von Stromversorgungsnetzen gewährleisten sollen.

Die Produktpalette von ABB reicht von Automatisierungsprodukten wie Antrieben, Motoren und Antriebselektronik, über Leit- und Messtechnologieprodukte wie Analysegeräte, Mess- und Dosiergeräte, sowie Steuerungs- und Informationssystemen bis hin zu Roboterprodukten und -systemen sowie Dieselmotoren und Turboladern.

Zudem bietet ABB Dienstleistungen wie Anwendungsexpertisen und Projektleitung an. Durch die Übernahme von Power-One Inc., einem Anbieter von Stromwandlern insbesondere für die Photovoltaikindustrie, erweiterte das Unternehmen seine Aktivitäten auf dem Markt der Erneuerbaren Energien.

Umsatzprognose rauf

ABB hat die Mittelfristprognose für das organische Umsatzwachstum von 3 bis 5% auf 4 bis 7% angehoben. „Wir sehen starkes Potenzial und höhere Umsatzwachstumsraten im Vergleich zur Vergangenheit“, so ABB-Chef Björn Rosengren.

Das Mittelfristziel für die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Marge) ab 2023 wurde mit mindestens 15% präzisiert. Zuvor wurde eine Spanne von 13 bis 16% kommuniziert. Gegenüber den 11%, die in den vergangenen Jahren erreicht wurde, ist das ein deutlicher Fortschritt.

Börsengang der E-Mobilitäts-Sparte im 1. Halbjahr 2022

Der Konzern soll weiter verschlankt werden. Die Zusatz-Chance bei ABB: Der Bereich E-Mobilität soll ausgegliedert und an die Börse gebracht werden. Hier schlummert sehr großes Potenzial! ABB will den Bereich an die Börse bringen, um von den hohen Bewertungen von E-Mobilitäts-Unternehmen zu profitieren.

Bezüglich des Börsenplatzes wurde eine Zeit lang über eine Notierung in den USA spekuliert. ABB hat sich jedoch für die Schweiz entschieden. „Zürich ist ein guter Markt mit großem Investoreninteresse“, so ABB-Finanz-Chef Timo Ihamuotila.

Wie hoch der Streubesitz sein soll, ist noch nicht bekannt. Was jedoch bereits kommuniziert wurde, ist, dass ABB auch nach dem Börsengang seiner E-Mobilitäts-Sparte die Mehrheit an dieser halten will und dass der Börsengang bereits im 1. Halbjahr 2022 erfolgen soll.

Die ABB-Aktie hat in diesem Jahr um gut 35% zugelegt. Für Neu-Einsteiger könnte es sich anbieten, auf einen Rücksetzer zu warten. Die mittel- und längerfristigen Perspektiven des Unternehmens sind überzeugend.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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