Adobe: Das Wachstumstempo bleibt hoch

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Adobe hat die Coronakrise gut gemeistert. Die Beschleunigung der Digitalisierung kommt dem Cloud-Profiteur entgegen. (Foto: jejim / shutterstock.com)

Viele Cloud-Unternehmen stehen heute wesentlich besser da als vor der Corona-Pandemie. Dazu zählt der US-Software-Konzern Adobe, den ich Ihnen heute näher vorstellen möchte.

Unternehmensportrait

Der US-Konzern Adobe hat sich mit seinen Software-Lösungen in mehreren Bereichen eine starke Marktposition erarbeitet und bringt es im laufenden Geschäftsjahr auf einen Umsatz von über 15 Mrd. US-Dollar.

Dies gilt insbesondere für die führende PDF-Dokumenten-Software Acrobat Reader, die praktisch auf jedem PC installiert ist. Auch mit Photoshop ist Adobe Marktführer. Nachdem in früheren Zeiten relativ hohe Einmalbeträge für den Kauf einer Software wie Photoshop fällig wurden, bietet Adobe Systems dieses heute per Internet zur Miete an. Dieses Cloud-Abo-Modell verbessert die Planbarkeit der Umsätze.

Außerdem erhält Adobe über die Cloud wertvolle Informationen über das Nutzerverhalten. Auf deren Basis hat sich das Unternehmen ein zweites Standbein aufgebaut: In seiner Sparte „Digital Experience“ bietet der Konzern zahlreiche Cloud-Dienstleistungen wie Marketing Cloud, Analytics Cloud und Advertising Cloud für werbetreibende Kunden an.

Quartalszahlen über den Erwartungen

In schöner Regelmäßigkeit hat das Unternehmen zuletzt mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen. Dies gilt auch für die in der Vorwoche vorgelegten Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021 (endet am 30.11.2021).

Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn kletterten um +23% auf 3,84 Mrd. US-Dollar bzw. 3,03 US-Dollar je Aktie. Damit konnten die Analystenprognosen von 3,73 Mrd. US-Dollar Umsatz und 2,81 US-Dollar Gewinn pro Aktie übertroffen werden. Auch die Prognose des Unternehmens für das laufende Jahr lag über den bisherigen Schätzungen.

Kunden sind bereit, für Qualität höhere Preise zu zahlen

Für Softwareprodukte von Adobe müssen die Nutzer recht tief in die Tasche greifen – vom kostenlosen PDF-Reader mal abgesehen. Aber Qualität hat eben ihren Preis. Und professionelle Anwender, an die sich die Adobe-Software richtet, sind bereit, diesen Aufpreis für die hohe Qualität zu zahlen.

Ganz wichtig dabei: Viele Produkte von Adobe sind nur unter erheblichem Mehraufwand durch günstigere Nachahmerprodukte zu ersetzen. Diesen Aufwand scheuen die allermeisten Kunden von Adobe.

Aktie kein Schnäppchen mehr

Wie die Adobe-Kunden für die Software, müssen auch die Anleger für die Adobe-Aktie einen Aufpreis zahlen. In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Aktienkurs von Adobe versechsfacht. Zwar sind auch Umsatz und Gewinn kräftig angestiegen, aber nicht so rasant wie der Börsenwert von inzwischen über 270 Mrd. US-Dollar, was etwa dem 17-Fachen des Umsatzes und dem 45-Fachen des für das laufende Geschäftsjahr prognostizierten Gewinns entspricht. Ein Schnäppchen ist die Adobe-Aktie daher längst nicht mehr. 

Auf der anderen Seite sind die starken Wachstumsperspektiven, die dominante Marktposition sowie die hohe Krisenresistenz selbstverständlich einen Aufpreis wert. Für Langfristanleger bleibt die Aktie daher interessant.

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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