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Aktionäre segnen den Verkauf von Zendesk ab

Inhaltsverzeichnis

Vor drei Monaten habe ich Ihnen berichtet, dass eine Gruppe von Finanzinvestoren das auf Kundendienstsoftware (CMR) spezialisierte US-Unternehmen Zendesk für 10,2 Mrd. US-Dollar (USD) übernehmen will. Zendesk gab gestern bekannt, dass die Aktionäre diesem Angebot zugestimmt haben.

Damit kann die von Permira und Hellman & Friedman angeführte Gruppe von Finanzinvestoren die US-Softwareschmiede übernehmen und wie geplant von der Börse nehmen.

Die Aktionäre erhalten als Trostpflaster 77,50 USD für jede ihrer Zendesk-Aktien. Das entspricht einem Aufpreis von 34% auf den Schlusskurs vor Bekanntgabe des Übernahmeangebots im Juni 2022.

Allerdings ist der Verkauf von Zendesk nicht so glatt verlaufen, wie es auf den ersten Blick aussieht. In den Medien ist sogar von einem Übernahme-Drama die Rede.

Übernahme-Drama in mehreren Akten

Die lange Leidensgeschichte des Softwareentwicklers aus San Francisco begann bereits im Oktober des letzten Jahres, als Zendesk bekannt gab, dass es den Mitbewerber Momentive Inc. (ehemals SurveyMonkey Inc.) in einem 3,9 Mrd. USD-Deal übernehmen werde.

Allerdings scheiterte dieser Deal an der fehlenden Zustimmung der Zendesk-Aktionäre. Einige aktivistische Zendesk-Investoren, wie z.B. Janus Henderson mit einem Stimmanteil von knapp 5% und der Hedgefonds Jana Partners LLC mit einem Stimmanteil von etwa 2,5%, votierten gegen den Deal. Dies hatte zur Folge, dass die Momentive-Übernahme in einer Abstimmung am 25.02.2022 von der Mehrheit der Aktionäre abgelehnt wurde.

Im Februar 2022 gab der Zendesk-Vorstand bekannt, dass er ein unverbindliches Übernahmeangebot eines nicht näher genannten Konsortiums aus Investmentgesellschaften abgelehnt habe. Die Cash-Offerte würde das Unternehmen zu niedrig bewerten und sei daher nicht im Sinne der Aktionäre, so das Unternehmen.

Wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, wäre eine Annahme dieses Angebots jedoch wesentlich lukrativer für die Aktionäre gewesen als die jetzt akzeptierte Offerte. Denn das zurückgewiesene Angebot belief sich auf 127 – 132 USD je Zendesk-Aktie. Damit wurde das Unternehmen mit stolzen 16 Mrd. USD bewertet. Sie müssen wissen: Im Februar 2022 lag der Kurs der Zendesk-Aktie allerdings noch bei gut 114 USD. Seitdem kannte der Kurs der Zendesk-Aktie jedoch nur noch eine Richtung: nach unten.

Mitte Juni war das Papier des CRM-Softwareentwicklers sogar bis auf 54,53 USD abgestürzt und erholte sich erst nach dem Eingang des Übernahme-Angebots von Permira und Hellman & Friedman am 24.06.2022. Gestern ging die Aktie mit 76,55 USD aus dem Handel und liegt somit nur noch knapp unter den gebotenen und mittlerweile akzeptierten 77,50 USD.

Wie es weitergeht

Der Abschluss der Transaktion wird laut Firmenangaben noch im 4. Quartal des laufenden Jahres erwartet. Zuvor müssen noch die erforderlichen behördlichen Genehmigungen eingeholt und andere Abschlussbedingungen erfüllt werden.

Nach Abschluss der Transaktion wird das Käuferkonsortium Zendesk von der Börse nehmen bzw. privatisieren.