Asana: Börsenneulings knackt 25 Milliarden Dollar-Marke

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Die Asana-Aktie durchbricht nach Kursvervielfachung den Börsenwert von 25 Milliarden Dollar: Der Projektmanagement-Software-Anbieter stellt auch künftig ein hohes Umsatzwachstum in Aussicht. (Foto: Sebastian Kaulitzki - Fotolia)

Das US-Software-Startup Asana wagte vor rund einem Jahr den Sprung aufs Parkett und die Bilanz kann sich sehen lassen. Vom Ausgabepreis von 22 Dollar hat sich die Aktie bereits meilenweit entfernt. Zuletzt erreichten die Asana-Papiere mit 137 Dollar ein neues Rekordhoch – der Börsenwert hat inzwischen die Marke von 25 Milliarden Dollar überschritten.

Was ist der Grund für den Höhenflug der Aktie? Wie steht es um die Zukunftsperspektiven des Konzerns und wie schätzen die Analysten das künftige Kurspotenzial der Aktie ein?

Asana – der Spezialist für Team-Software

Die Gründer hinter dem US-Software-Konzern sind keine Unbekannten. Vor mittlerweile etwas mehr als zwölf Jahren haben Facebook-Mitgründer Dustin Moskovitz und der ehemalige Google-Produktmanager und spätere Ex-Facebook-Manager Justin Rosenstein Asana aus der Taufe gehoben.

Asana betreibt eine Arbeitsmanagement-Plattform als Software-as-a-Service, die es Einzelpersonen und Teams ermöglicht, ihre Arbeit schneller und effizienter zu erledigen. So können Aufgaben erstellt und einzelnen Personen zugewiesen werden, ganzes Teams organisiert und Projektfortschritte im Detail verfolgt werden. Alle Nutzer können den Fortschritt der Aufgaben sehen, Inhalte einstellen und kommentieren. Gleichzeitig steigert die Software das Engagement der Mitarbeiter, da jeder sehen kann, wie seine Arbeit mit der Mission einer Organisation verbunden ist.

Software im Abo-Modell

Die Software von Asana gibt es im monatlichen Abo-Modell: Teams mit bis zu 15 Mitgliedern können Asana kostenlos benutzen. Asana Premium kostet 10,99 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung und 13,49 Euro pro Nutzer und Monat bei monatlicher Abrechnung. Der Preis von Asana Business liegt bei 24,99 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung und 30,49 Euro bei monatlicher Abrechnung. Für Enterprise-Kunden, die noch mehr Funktionalitäten nutzen möchten, erstellt der Konzern individuelle Preise.

Trend zum Homeoffice sorgt für kräftigen Rückenwind

Mit dem Geschäftsmodell konnte Asana vor allem während der Pandemie seine Stärken ausspielen. Mit seiner Work Management Plattform erzielte das Unternehmen im letzten Quartal 2021 (Anm.: das zweite Quartal endet bei Asana im Juli) einen Umsatz von 89,47 Millionen Dollar. Das entspricht einer Steigerung um 71% zum Vorjahresquartal und lag 7 Millionen Dollar über den Analystenschätzungen. Damit konnte die Wachstumsdynamik zum ersten Quartal (+61%) sogar noch gesteigert werden.

Das operative Ergebnis lag mit 60 Millionen Dollar im Verlust und damit deutlich unter dem Vorjahresniveau (-33,58 Millionen Dollar). Am Ende stand ein Nettogewinn von -68,35 Millionen Dollar in den Büchern nach -41,06 Millionen Dollar im vergleichbaren Vorjahresquartal.

Asana mit hohem Neukundenwachstum

Vor allem das starke Neukundenwachstum sorgte bei den Anlegern für Begeisterung. Am Ende des Quartals zählte Asana über 107.000 zahlende Kunden, darunter renommierte Firmen wie darunter Amazon, Japan Airlines, Sky und Under Armour. Bei Kunden mit einem jährlichen Vertragsvolumen über 5.000 Dollar, verzeichnete das Unternehmen einen Zuwachs um 61% auf 12.806. Die Anzahl der Großkunden (>50.000 Dollar jährliches Vertragsvolumen) konnte Asana sogar um 111% auf inzwischen 598 steigern.

Analysten nach Kursrally zurückhaltend

Für die weitere Entwicklung zeigte sich der Konzern weiterhin zuversichtlich: Im dritten Quartal, über das am 02. Dezember berichtet wird, erwartet die Firma ein Umsatzwachstum von 61% auf mindestens 93 Millionen Dollar.

Unterdessen zeigen sich die Analysten eher zurückhaltend. Zwar empfehlen von zwölf Analysten immer noch acht die Aktie zum Kauf (+ drei Halteempfehlungen), aber das Kursziel von durchschnittlich 116 Dollar ist nach der jüngsten Kursrally (Aktie +364% in 2021) bereits deutlich überschritten worden (Aktie akt. 137 Dollar).

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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