August 2021: Auf diese Aktien setzt Corvex Capital

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Die 3 Top-Positionen von Star-Investor Keith Master: Die ehemals rechte Hand von Carl Icahn baut Amazon-Position weiter aus (Foto: Jonathan Weiss / shutterstock.com)

Hinter Corvex Capital steht der Elite-Investor Keith Meister, einer der ehemaligen engsten Mitarbeiter des bekannten US-Finanzinvestors Carl Icahn. Bevor er seinen eigenen Hedgefonds im Jahr 2011 gegründet hat, war er als die rechte Hand von Carl Icahn bekannt. Dort verfeinerte Meister seine Anlagestrategie und fokussierte sich auf eine aggressive Anlagepolitik. In der Regel versucht Meister bei seinen Anlagen auch in die Unternehmensstrategie einzugreifen und das Management auf wertsteigernde Maßnahmen zu trimmen.

Die Investmentlegende Carl Icahn war von Meister offenbar so begeistert, dass er seinen neuen Fonds mit 250 Millionen Dollar Startkapital unterstützte. Mittlerweile verwaltet Corvex Capital rund 3 Milliarden Dollar an Anlegergeldern. Zur Zeit fährt Meister ein Portfolio mit 37 Aktien.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach unterbewerteten US-Aktien sind, kann sich ein Blick auf die Investments von Keith Master lohnen.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen von Corvex Capital:

MGM Resorts International:

Die mit Abstand größte Position des Hedgefondsmanagers ist der Unterhaltungsgigant MGM Resorts International. Insgesamt hält Meister Aktien im Gegenwert von 670 Millionen Dollar. Das entspricht 22,3% seines Gesamtportfolios. Im Vergleich zum Vorquartal hat Meister die Position nicht verändert. Zuletzt hat sich die Aktie mit Blick auf die zunehmenden Lockerungsmaßnahmen und Impfkampagnen stark entwickelt (+33% seit dem Jahreswechsel).

MGM Resorts International besitzt und betreibt über seine Tochtergesellschaften integrierte Casino-, Hotel- und Unterhaltungsresorts in den Vereinigten Staaten und China. Das Unternehmen betreibt 14 Resorts in den Vereinigten Staaten und MGM Macau Resort und Casino in China und entwickelt ein integriertes Casino, Hotel und Unterhaltungsresort am Cotai Strip, Macau.

Im zweiten Quartal feierte das Unternehmen ein starkes Comeback: Die Umsätze lagen mit 2,26 Milliarden Dollar signifikant über dem Vorjahresquartal, als auf Grund der Lock Down-Maßnahmen nur Umsätze von 290 Millionen Dollar erzielt wurden. Am Ende stand zuletzt ein Quartalsgewinn von 105 Millionen Dollar in den Büchern des Konzerns.

Amazon:

Die zweitgrößte Aktienposition im Portfolio von Meister ist die Aktie des Onlinehändlers Amazon. Insgesamt stecken 185 Millionen Dollar der Anlegergelder beziehungsweise 6,2% des Gesamtportfolios in dem Unternehmen. Im letzten Quartal hat der Fondsmanager die Position deutlich ausgebaut (+21%).

Der weltgrößte Online-Händler Amazon hat im zweiten Quartal weiter vom Trend zum Einkauf im Internet und boomenden Cloud-Diensten profitiert: Die Umsätze kletterten um 27% auf 113,1 Milliarden Dollar in die Höhe. Damit knackte Amazon im dritten Vierteljahr in Folge die Marke von 100 Milliarden Dollar.

Dennoch notierte die Aktie nach den Zahlen schwächer, was an der verhaltenen Prognose lag. Für das laufende Quartal stellte Amazon einen Umsatz von bis zu 112 Milliarden Dollar in Aussicht. Das entspricht einem Wachstum von maximal 16%, was einer deutlichen Abschwächung zu den Vorquartalen gleichkommt.

Alphabet:

Die drittgrößte Aktien-Position im Portfolio von Corvex Capital ist mit Alphabet ein weiterer Technologie-Gigant. Zuletzt hat der Hedgefondsmanager die Position nochmals leicht um  3% ausgebaut. Inzwischen beträgt die aktuelle Gewichtung 6,19% der gesamten verwalteten Vermögenswerte.

Die Google-Mutter Alphabet konnte zuletzt mit neuen Rekordzahlen glänzen: Konzernweit stieg der Umsatz im zweiten Quartal währungsbereinigt um 57% auf rund 61,9 Milliarden Dollar – so hoch wie noch nie zuvor. Der Gewinn kletterte unterdessen auf 18,5 Milliarden Dollar, nach sieben Milliarden im Vorjahr. Analysten hatten deutlich weniger erwartet.

Besonders stark lief es bei Alphabets Video-Plattform YouTube: Der Werbeumsatz stieg hier im zweiten Quartal um 84% auf 7 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Der Videostreamingdienst Netflix erzielte im zweiten Quartal insgesamt einen Umsatz von 7,3 Milliarden Dollar.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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