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Black Knight-Aktie nach 13,1 Mrd. Dollar-Offerte im Aufwind

Inhaltsverzeichnis

Spekuliert wurde bereits seit mehreren Wochen, doch jetzt ist es amtlich. Der auf Software und die Analyse von Hypothekendarlehen spezialisierte Konzern Black Knight wechselt den Besitzer. Käufer ist der Börsenbetreiber Intercontinental Exchange (ICE), der rund 13,1 Milliarden Dollar auf den Tisch legt.

Die Reaktion der Anleger fiel zweigeteilt aus. Während die Aktien von Black Knight direkt nach der Meldung kräftig um 14% nach oben kletterten, legten die Papiere von ICE den Rückwärtsgang ein und gingen mit einem Kursverlust von 4% am Mittwoch aus dem Handel.

ICE – einer der Platzhirsche unter den Börsenbetreibern

Hinter dem Käufer ICE steckt einer der führenden Börsenbetreiber, der weltweit regulierte Börsen, Handelsplattformen und Clearing-Häuser betreibt. Der Fokus liegt auf dem elektronischen Handel von Futures sowie auf Over-the-Counter-Märkten (OTC).

Die unterschiedlichen Märkte des Unternehmens bieten Handel auf Rohöl und raffiniertes Öl, Erdgas, Strom und Emissionen, Kohle, Eisenerz, Agrarrohstoffe sowie Kreditderivate. Dabei betreibt ICE mehrere zentrale Terminbörsen in Nordamerika und Europa.

ICE legt 13,1 Milliarden Dollar für Black Knight auf den Tisch….

Nun schlägt ICE zu und bietet 13,1 Milliarden Dollar für Black Knight. Der Kaufpreis liegt bei 85 Dollar je Aktie und besteht aus einer Mischung aus 80% Barmitteln und 20% Aktien. Es wird erwartet, dass 10,5 Milliarden Dollar durch neu ausgegebene Anleihen und Barmittel zum Zeitpunkt des Abschlusses finanziert wird. Der Wert der Aktien wird auf der Grundlage des ICE 10-Tage-Durchschnittskurs von 118,09 Dollar auf etwa 2,6 Milliarden Dollar geschätzt.

….und schielt auf lukrativen Hypothekenmarkt

Black Knight verkauft Software, die entweder zur Bedienung von Hypotheken, zur Vergabe von Hypotheken oder zur Datenanalyse verwendet wird. Rund 55% der Einnahmen beziehen sich auf die Verwaltung von Hypotheken, 30% auf die Kreditvergabetätigkeit und der Rest auf Daten und Analysen.

Im Geschäftsjahr 2021 erzielte bei Black Knight bei einem Umsatz von 1,47 Milliarden Dollar (+19% ggü. 2020) einen Nettogewinn in Höhe von 208 Millionen Dollar (-21% ggü. 2020).

Digitalisierung der Hypothekenbranche als Wachstumsmarkt

Die Übernahme von Black Knight ist übrigens nicht die erste Übernahme, mit der ICE sein Hypothekendienstleistungsgeschäft stärken möchte. Das Unternehmen setzt auf einen Gewinn aus der Automatisierung des Hausfinanzierungsprozesses. Im August 2020 hat ICE Ellie Mae für 11 Milliarden Dollar geschluckt und sich eine cloudbasierte Plattform, die alle Aspekte der Hypothekenvergabe unterstützt, in den Konzernverbund geholt. Dies folgte auf einen 335-Millionen-Dollar-Deal für Simplifile im Jahr 2019 und die Übernahme von MERS, an der ICE 2016 eine Mehrheitsbeteiligung erwarb und 2018 ganz aufkaufte.

Positive Auswirkungen auf den Gewinn

Während ICE eher für seine Aktien- und Terminbörsen bekannt ist, erwirtschaftete seine Hypothekentechnologie-Sparte im zurückliegenden Geschäftsjahr 1,4 Milliarden Dollar. Damit trug der Geschäftsbereich rund 20% zu den Gesamtumsätzen bei.

ICE geht davon aus, dass sich die Übernahme von Black Knight im ersten vollen Jahr nach Abschluss der Transaktion positiv auf den bereinigten Gewinn je Aktie auswirken wird. Zudem rechnet der Börsenbetreiber mit Kostensynergien in Höhe von 200 Millionen Dollar und erwartet bis zum fünften Jahr Umsatzsynergien in Höhe von 125 Millionen Dollar, abzüglich der damit verbundenen Kosten.