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Coinbase-Aktie im Visier der Firmeninsider

Inhaltsverzeichnis

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Coinbase

Der Hype nach dem Coinbase-Börsengang im letzten Jahr war groß, doch seither ist die Euphorie verpufft. Vom bisherigen Allzeithoch bei 357 Dollar hat sich die Aktie drastisch entfernt. Anfang Mai rutschten die Papiere sogar kurzfristig unter die 50 Dollar-Marke, bevor eine Gegenbewegung einsetzte.

Das ermäßigte Kursniveau nutzte der Coinbase-Mitgründer und Director Fred Ehrsam für signifikante Aktienkäufe. Bei Kursen zwischen 64,93 und 70,77 Dollar sammelte Ehrsam 1,09 Millionen Aktien ein. Für die Käufe musste der Firmeninsider über 75 Millionen Dollar auf den Tisch legen.  

Coinbase ist ein Unternehmen, das sich auf den Handel von Kryptowährungen spezialisiert. Das Unternehmen betreibt eine Plattform, die Zugang zu einer breiten Krypto-Produktpalette bietet. Dort haben Nutzer die Möglichkeit, digitale Werte wie beispielsweise Bitcoin auf einfache und sichere Weise zu senden und empfangen.

Für das erste Quartal 2022 gab der Konzern einen Gesamtumsatz von 1,17 Milliarden Dollar bekannt. Damit schrumpfte der Umsatz im Jahresvergleich um 27% zusammen. Gleichzeitig nahm das Handelsvolumen ebenso ab (-7,7% auf 309 Milliarden Dollar) wie die Zahl der monatlich aktiven Privatanleger, die sich auf 9,2 Millionen reduzierte (Q4 2021: 11,4 Mio.). Unter dem Strich lag der Nettoverlust von Coinbase bei 429,7 Millionen Dollar.

TransDigm

Beim Flugzeugteilespezialisten TransDigm kam es ebenfalls zu auffälligen Aktienkäufen von Firmeninsidern. Der Director Robert Small erwarb bei Kursen zwischen 544 und 565 Dollar insgesamt 47.851 Aktien. Der Gegenwert der Transaktionen lag bei 26,6 Millionien Dollar. 

Das Unternehmen stellt Flugzeugteile her, die oft im Zuge von Wartungsarbeiten als Ersatzteile eingesetzt werden. Doch es ist weniger der Verkauf dieser Flugzeugteile, der das Unternehmen so hochprofitabel macht, sondern vor allem die Wartungs- und Instandhaltungsverträge, die TransDigm mit den Fluggesellschaften abgeschlossen hat.

Im Startquartal kletterten die TransDigm-Umsätze um 11,8% auf 1,33 Milliarden Dollar. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erhöhte sich unterdessen überproportional um 26,7% auf 588 Millionen Dollar.

Avis Budget Group

Bei dem Autovermietungs-Riesen Avis Budget Group griff zuletzt der Executive Chairman Bernado Hees zu. Zum Kurs von 189,9 Dollar erwarb Hees 26.000 Aktien. Der Gegenwert der Zukäufe lag entsprechend bei 4,9 Millionen Dollar.

Die Avis Budget Group ist die US-amerikanische Muttergesellschaft der Mietwagenunternehmen Avis, Budget und Zipcar. Das Unternehmen ist weltweit an rund 10.400 Standorten tätig. Im ersten Quartal erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 2,37 Milliarden Dollar einen Nettogewinn von 398 Millionen Dollar.