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Firmeninsider schlägt bei United Airlines-Aktie zu

Inhaltsverzeichnis

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Appian

Beim Softwarekonzern Appian sind weiterhin massive Aktienkäufe zu beobachten. Der renommierte Hedgefondsmanager Colin Moran von Abdiel Capital Management legte zuletzt massiv nach und sammelte millionenschwere Aktienpakete ein . Seit Mitte Mai erwarb Moran nochmals 523.532 Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 41,38 und 51,67 Dollar lag der Gegenwert der Zukäufe bei über 27 Millionen Dollar. Inzwischen hält der Hedgefondsmanager 8,22 Millionen Appian-Aktien. Das entspricht einem Gegegenwert von über 400 Millionen Dollar und 11,3% aller Stimmrechte des Unternehmens.

Die Appian Corporation bietet eine Low-Code-Automatisierungsplattform an. Die Plattform des Unternehmens automatisiert die Erstellung von Formularen, Workflows, Datenstrukturen, Berichten und anderen Softwareelementen, die manuell kodiert werden müssen. Die Kunden des Unternehmens sind Finanzdienstleister, Behörden, Bildungseinrichtungen, Technologie, Medien und Telekommunikation, Verbraucher und Industrieunternehmen.

Im ersten Quartal gingen bei Appian Umsätze von 114,3 Millionen Dollar durch die Bücher (+28% vs. Q1 2021). Unter dem Strich fiel ein Verlust von 23,2 Millionen Dollar nach 13,6 Millionen Dollar im Vorjahr an.

Nextdoor Holdings

Die Aktien des US-Unternehmens Nextdoor Holdings stehen im Börsenjahr 2022 kräftig unter Druck (-55%). Auf dem deutlich ermäßigten Kursniveau gibt es nun erste signifikante Aktienkäufe. Bei Kursen zwischen 3,13 und 3,55 Dollar erwarb der Director David Sze 5,83 Millionen Aktien. Der Gesamtwert der Transaktionen lag bei 19,4 Millionen Dollar. David Sze ist Unternehmer und Investor, der zu den frühen Investoren von Facebook und Linkedin gehörte.

Das auf Geschehen in der Nachbarschaft fokussierte Online-Netzwerk Nextdoor ging im letzten Jahr über ein sogenanntes Spac (also keine klassische Aktieneplatzierung, sondern über eine Fusion mit einer bereits notierten Firma) an die Börse. Bei der Plattform geht es vor allem darum, Kontakt zu Nachbarn zu halten und sich über Ereignisse rund um den Wohnort auszutauschen.

Im ersten Quartal steigerte das Unternehmen seine Umsätze um 48% auf 51 Millionen Dollar. Gleichzeitig weitete sich der Verlust von 21,5 auf 32,9 Millionen Dollar aus.

United Airlines

Ebenfalls auffällige Aktienkäufe gab es zuletzt bei der US-Fluggesellschaft United Airlines. Der Director Edward Shapiro legte sich 50.000 Anteilscheine ins Portfolio. Bei einem Kaufpreis zwischen 44,21 und 45 Dollar musste Shapiro in Summe 2,23 Millionen Dollar für die Käufe auf den Tisch legen.

United Airlines Holdings (ehemals United Continental Holdings) ist die Beteiligungsgesellschaft der US-amerikanischen Fluggesellschaft United Airlines. Diese fliegt in Kooperation mit United Express täglich rund 350 Flughäfen auf fünf Kontinenten an. United Airlines ist Mitglied der größten internationalen Luftfahrtallianz Star Alliance und befördert jährlich über 150 Millionen Passagiere. Zur Flotte gehören über 780 Maschinen. Im ersten Quartal steigerte die Fluggesellschaft den Umsatz um 135,1% auf 7,57 Milliarden Dollar.