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Hasbro: Spielzeug-Riese schraubt Gewinnziel nach oben

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Gespielt wird immer lautet wohl die Devise von den Anlegern, die auf die Hasbro-Aktie setzen. Damit haben sie nicht ganz unrecht. Trotz aller konjunktureller und geopolitischer Unsicherheiten konnte der US-Spielzeugriese Hasbro im Startquartal weiter zulegen. Darüber hinaus schraubte die Konzernführung auch die Gesamtjahresziele nach oben. Die Aktionäre ließ die höhere Prognose allerdings kalt – am gestrigen Handelstag notierten die Hasbro-Papiere nahezu unverändert.

Hasbro:-Weltweiter Spiele-Platzhirsch

Bevor wir auf die aktuellen Geschäftszahlen im Detail kommen, möchte ich Ihnen den US-Konzern gerne erst einmal näher vorstellen: Hasbro zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Spielen und Spielwaren.

Die Gesellschaft entwirft, produziert und vermarktet sowohl traditionelles Spielzeug als auch Hightech-Spielwaren. Zu den bekanntesten Produkten aus dem Hause Hasbro zählen Monopoly, Spiel des Lebens, Transformers oder My Little Pony.

Darüber hinaus besitzt das Unternehmen auch die Lizenzrechte für die Herstellung von Produkten der Marken Sesamstraße oder Disney (mit Star Wars, Marvel etc.). Hasbro betreibt unter den Namen Wizards of the Coast und Game Keeper eigene Spielwarenläden, die neben der großen Auswahl an Produkten auch Events veranstalten.

Umsatz rauf, Gewinn deutlich runter

Im Startquartal konnte Hasbro weiter zulegen und den Umsatz um 4% auf 1,16 Milliarden Dollar steigern. Allerdings kämpfte der Konzern auch mit höheren Material- und Frachtpreisen, was Bremsspuren beim Gewinn hinterließ. Entsprechend sackte der bereinigte operative Gewinn um 19% auf 141,8 Millionen Dollar in den Keller. Die operative Gewinnmarge ging somit von 15,6% auf 12,2% zurück.

Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 79 Millionen Dollar beziehungsweise 57 Cent je Aktien in den Büchern. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal wurde noch ein Gewinn von 138 Millionen Dollar beziehungsweise 1 Dollar je Aktie erzielt.

Russland sorgt für Gegenwind – Gesamtjahresziel dennoch angehoben

Im zweiten Quartal will der Konzern mit Preiserhöhungen auf die gestiegenen Input-Kosten reagieren. Zugleich rechnet Hasbro mit Umsatzeinbußen von 100 Millionen Dollar auf Grund der Sanktionen in Russland. Dennoch zeigt sich die Hasbro-Konzernspitze zuversichtlich hebt das Gesamtjahresgewinnziel an: Statt einem Anstieg des bereinigten Betriebsergebnisses im niedrig einstelligen Bereich stellt das Management den Anlegern nun ein Plus im mittleren einstelligen Bereich in Aussicht.

Aktivist macht Druck

Unterdessen übt der aktivistische Aktionär Alta Fox Capital Management, der rund 2,5% aller Aktien hält, weiter Druck auf das Management aus. Alta Fox ist ein altbekannter Feind des Vorstands und begann im Februar mit dem Versuch, den Vorstand „neu zu besetzen“.

Im Laufe der Zeit strebte der Investor fünf Vorstandssitze und die Ausgliederung der Abteilung Wizards of the Coast an. Der geplante Abspaltungskandidat ist stand in 2021 etwa für ein Fünftel der Gesamtumsätze von Hasbro und war für die Hälfte des Gewinns verantwortlich.

Alta Fox argumentiert, dass Hasbro seine Bewertung verdoppeln könnte, wenn die Einheit ausgegliedert wird. Der Aktivist glaubt, dass das Geschäft etwa 13 Milliarden Dollar wert wäre, was der aktuellen Marktkapitalisierung des Unternehmens entspricht.

Bislang stieß der Vorstoß des Aktivisten auf wenig Gegenliebe. Locker lassen dürfte der Großanleger dennoch nicht. Vor allem die deutlich bessere Kursentwicklung des Rivalen Mattel (+7% vs. Hasbro-Aktie -14% in 2022) dürfte die Argumente des Aktivisten untermauern.