Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

USA Aktienmarkt – ado Alexander Sánchez

Insidertransaktionen der Woche: Signifikante Aktienkäufe bei Biotechnologie-Unternehmen Vertex Pharmaceuticals. Zweites Geschäftsquartal über den Erwartungen. Angehobener Jahresausblick weckt Hoffnung der Anleger (Foto: Alexander Sánchez / Adobe Stock)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Vertex Pharmaceuticals

Zuletzt stockte ein Firmeninsider seine Aktienbestände beim Biotechnologiekonzern Vertex Pharmaceuticals deutlich auf, nach dem das Unternehmen besser als erwartete Geschäftsergebnisse präsentierte: Der Director Bruce Sachs erwab 15.000 Aktien zum Kurs von 197,91 Dollar. Insgesamt lag das Transaktionsvolumen damit bei 2,96 Millionen Dollar. Durch die Käufe erhöhte Sachs seinen Bestand um 57% auf 41.210 Anteilscheine.

Vertex Pharmaceuticals ist ein US-amerikanisches biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Boston (Massachusetts). Das Unternehmen entwickelt Medikamente zur Behandlung von Mukoviszidose, Krebs, Darmkrankheiten, Autoimmunerkrankungen und neurologischen Erkrankungen. Vertex ist auch im Bereich der Gentherapie tätig. Im zweiten Quartal erzielte der Konzern ein Umsatzplus von 17,6% auf 1,79 Milliarden Dollar. Am Ende stand ein Gewinn von 3,11 Dollar je Aktien in den Büchern, was deutlich über den Analystenerwartungen von 2,69 Dollar je Aktie lag.

Colfax

Beim weltweit diversifizierten Technologieunternehmen Colfax kam es ebenfalls zu auffälligen Aktienkäufen. Der Director Mitchell Rales sammelte 250.200 Aktien ein. Bei Kaufkursen zwischen 45,86 und 46,62 Dollar lag das kumulierte Kaufvolumen bei 11,54 Millionen Dollar. Nach den Zukäufen hält Rales inzwischen 1,17 Millionen Aktien des Konzerns.

Colfax, bekannt als Hersteller von Zentrifugal- und Axialventilatoren für Schwerlasten, Gaskompressoren und Anlagen zum Schneiden und Schweißen von Stahl, expandierte vor einigen Jahren mit dem Zukauf von DJOglobal in den Bereich “orthopädische Geräte, Software und Dienstleistungen“.

Im zweiten Quartal konnte Colfax die Erwartungen übertreffen: Der Umsatz kletterte auf 986 Millionen Dollar (+59%). Das waren 65 Millionen Dollar mehr als von Analysten im Vorfeld prognostiziert wurde. Auch der Gewinn je Aktie lag mit 56 Cent um 2 Cent über den Konsensschätzungen.

Dun & Bradstreet

Die Aktie des Finanzdatenspezialisten Dun & Bradstreet hinkt in diesem Jahr mit einem Minus von 27% dem breiten US-Aktienmarkt deutlich hinterher. Auf dem Niveau wittert der Vorstand Anthony Jabbour offenbar mehr Chancen als Risiken und baut seinen Aktienbestand weiter auf. Beim Kurs von 18,21 Dollar sammelte Jabbour 109.806 Aktien ein. Für die Zukäufe musste der Firmeninsider entsprechend knapp 2 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Damit erhöhte er seine Position um 28,6% auf inzwischen 492.408 Anteilscheine.

Dun & Bradstreet bietet Unternehmen weltweit Firmendaten und Bewertungen zu ihren Kunden, Lieferanten oder potenziellen Geschäftspartnern an. Nach eigenen Angaben sind Informationen zu mehr als 170 Millionen Unternehmen in über 200 Ländern abrufbar. Täglich werden weltweit 1,8 Millionen Angaben aktualisiert, davon 120.000 in Deutschland. Zu den angebotenen Unternehmensinformationen zählen allgemeine Angaben zum Unternehmen (Umsatz, Mitarbeiterzahl, Branche), zur Geschäftsentwicklung oder zu Konzernverflechtungen. Außerdem wird das Zahlungsverhalten von Unternehmen beobachtet. Diese Informationen fließen in Insolvenzprognosen, Bonitätseinschätzungen und Kreditempfehlungen ein.

Im zweiten Quartal steigerte der Konzern seine Umsätze um 23,8% auf 520,9 Millionen Dollar. Unter dem Strich verharrte Dun & Bradstreet allerdings mit -52 Millionen Dollar in der Verlustzone.


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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