Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Verpatzter Börsengang des Donut-Spezialisten Krispy Kreme weckt Begehrlichkeiten. Firmeninsider nutzen Kursschwäche und stocken Beteiligung weiter auf (Foto: Taiga / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Krispy Kreme

Der Börsengang der US-Donut-Kette Krispy Kreme im vergangenen Monat verlief enttäuschend. Ursprünglich wollte das zur deutschen Milliardärsfamilie Reimann gehörenden Unternehmen seine Aktien zwischen 21 und 24 Dollar platzieren und 650 Millionen Dollar erlösen. Am Ende wurde die Aktien dann zu 17 Dollar ausgegeben. Trotz des ermäßigten Kursniveaus gingen die Papiere im Anschluss erst einmal auf Tauchstation und sackten im Tief bis unter 13 Dollar in den Keller.

Nach der Meinung der Firmeninsider war dies zu viel: Bei Kursen zwischen 13,21 und 15,19 Dollar erwarben vier Anteilseigner insgesamt 599.996 Aktien. Der Transaktionswert lag entsprechend bei rund 8,8 Millionen Dollar.

Krispy Kreme ist einer der führenden Donut-Konzerne. Zuletzt betrieb der Konzern 1.527 Läden in 30 Ländern. Im zweiten Quartal erhöhte sich der organische Umsatz (also ohne Zukäufe) um 23% auf 349 Millionen Dollar. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) blieben 52 Millionen Dollar hängen. Damit wurde die EBITDA-Marge im Jahresvergleich um 3 Prozentpunkte auf 15% verbessert. Insgesamt wurden 19% der Umsätze online erzielt.

FireEye

Beim Cybersecurity-Spezialisten FireEye hält die Kaufserie der Firmeninsider weiter an. Seit Anfang August kauften zwei Entscheidungsträger 76.000 Aktien. Bei Kursen zwischen 16,89 und 17,82 Dollar summierten sich die Zukäufe auf knapp 1,3 Millionen Dollar.

FireEye bietet Sicherheitslösungen zur Vorbeugung und Behebung von Cyberangriffen in Unternehmen. Das Hauptprodukt namens „FireEye Malware Protection System“ ist eine Software zur Angrifferkennung.

Im zweiten Quartal kletterten die Umsätze um 17% auf 113,9 Millionen Dollar. Unter dem Strich verharrt der Konzern aber weiterhin tief in der Verlustzone (-64,7 Millionen Dollar).

Oscar Health

Die Aktie von Oscar Health stand zuletzt deutlich unter Druck. Seit dem Jahreswechsel summieren sich die Kursverluste auf über 60%. Der Börsenwert ist mittlerweile auf unter 2,5 Milliarden Dollar zusammengeschrumpft. Auf dem reduzierten Kursniveau legten der Mitgründer Joshua Kushner und der Großaktionär Thrive Partners nach und sammelten große Aktienpakete ein: Bei Kursen zwischen 12,69 und 13,41 Dollar erwarben die beiden Firmeninsider insgesamt 2,53 Millionen Anteilscheine. Der Kaufwert summierte sich entsprechend auf über 32,3 Millionen Dollar.

Oscar Health ist eine Online-Plattform, auf der Kunden direkt oder über Krankenversicherungsmärkte eine individuelle Krankenversicherung abschließen können. Die Produkte des Unternehmens umfassen Arzttermine, Patientenversorgung sowie den Erwerb von Marken- und Markenmedikamenten. Als Bonus können die Kunden des Unternehmens von kostenlosen telefonischen Beratungen, Ermäßigungen für Facharzttermine, Rettungsdiensten, Schwangerschaftsvorsorge und einigen chirurgischen Eingriffen profitieren.

Im zurückliegenden Quartal gingen bei dem Unternehmen Umsätze von 549,7 Millionen Dollar durch die Bücher. Unter dem Strich lag der Verlust bei 73,1 Millionen Dollar.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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