Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Cano-Health nach Übernahme im Fokus der Firmeninsider. Management setzt mit millionenschweren Käufen auf weiteren Kursanstieg (Foto: Matej Kastelic / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Cano Health

Seit Mitte August gibt es beim Gesundheitsspezialisten auffällige Aktientransaktionen: Insgesamt sammelten zwei verschiedene Firmeninsider 1,49 Millionen Aktien ein. Bei Kaufkursen  zwischen 9,82 und 11,94 Dollar je Anteil summierte sich das Kaufvolumen auf rund 16,5 Millionen Dollar.

Cano Health ist Eigentümer und Betreiber von Gesundheitszentren und Apotheken. Das Unternehmen bietet medizinische und zahnmedizinische Leistungen, Notfallversorgung, ein eigenes Labor und Spezialdienste. Das beinhaltet patientenzentrierte Programme wie Hausbesuche, Telemedizin, Pflegeüberleitung und Management von Hochrisiko- und Komplexpflege an. Cano Health wurde im Jahr 2009 gegründet und hat seinen Sitz in Miami, Florida.

Im zweiten Quartal kletterten die Umsätze von Cano Health um 130% auf 393,2 Millionen Dollar. Im Juni schloss das Unternehmen die Übernahme von University Health Care und seiner Tochtergesellschaften (“University”) für rund 600 Millionen Dollar ab. University betreibt 13 medizinische Zentren und betreut etwa 24.000 Medicare Advantage-Mitglieder.

E2open Parent Holdings

Beim Cloud-Unternehmen E2open Parent Holdings gab es zuletzt auffällige Aktienkäufe. Der Großaktionär Neuberger Berman Group und der Director Chinh Chu erwarben in der vergangenen Woche über 2,48 Millionen Aktien. Bei einem Kaufkurs von 10,60 Dollar pro Stück summierten sich die Käufe auf 26,3 Millionen Dollar. Zeitgleich gab es aber auch Verkäufe: Der Großanleger Elliot Management baute seine Position um 7% ab, hält mit insgesamt 25,86 Millionen Aktien 13,2% aller ausstehenden Anteilscheine.

E2open Parent Holdings bietet eine Cloud-basierte SaaS-Plattform an. Die Software des Unternehmens kombiniert Netzwerke, Daten und Anwendungen zu einer Plattform, die es den Kunden ermöglicht, ihre Lieferketten zu optimieren.

Zuletzt hat E2open seine Umsatzprognose für das gesamte Geschäftsjahr auf 373 bis 375 Millionen Dollar angehoben (alte Prognose: 369 – 371 Mio. Dollar). Dies spiegelt eine organische Wachstumsrate von 11% für E2open im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr wider.

Sensient Technologies

Beim Aromaspezialisten Sensient Technologies legte der Großaktionär Winder Investment nach: Der Firmeninsider stocket seine Position bei Kursen zwischen 83,30 und 87,84 Dollar um insgesamt 153.526 Anteilscheine auf. Für die Zukäufe musste Winder Investment 13,3 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Nach den Transaktionen hält der Großanleger 4,37 Millionen Aktien, was über 10% aller Stimmrechte entspricht.

Sensient Technologies entwickelt Farben, Aromen und andere Spezialzutaten. Das Unternehmen beliefert unter anderem die Lebensmittel-, Getränke-, Körperpflege- und Haushaltswarenindustrie mit Inhaltsstoffen wie ätherische Öle, natürliche und synthetische Aromen und natürliche Extrakte sowie dehydriertes Gemüse wie Petersilie, Sellerie und Spinat.

Im abgelaufenen Quartal steigerte der US-Konzern die Umsätze leicht von 323 auf 336 Millionen Dollar. Am Ende stand ein Gewinn von 26 Millionen Dollar in den Büchern, was 16% unter dem Vorjahresniveau liegt.


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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