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Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Inhaltsverzeichnis

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Appian

Beim Softwarekonzern Appian ist auf dem gedrückten Kursniveau der renommierte Hedgefondsmanager Colin Moran von Abdiel Capital Management weiter auf der Käuferseite. Bei Kursen zwischen 43,05 Dollar und 55,97 Dollar kaufte der Großanleger im Mai 1 Millionen Aktien. Insgesamt hatten die Käufe ein Volumen von rund 45,58 Millionen Dollar. Nach den Transaktionen hält Abdiel Capital Management inzwischen 7 Millionen Anteilscheine, was 9,7% aller Firmenanteile entspricht.

Die Appian Corporation bietet eine Low-Code-Automatisierungsplattform an. Die Plattform des Unternehmens automatisiert die Erstellung von Formularen, Workflows, Datenstrukturen, Berichten und anderen Softwareelementen, die manuell kodiert werden müssen. Die Kunden des Unternehmens sind Finanzdienstleister, Behörden, Bildungseinrichtungen, Technologie, Medien und Telekommunikation, Verbraucher und Industrieunternehmen.

Im ersten Quartal gingen bei Appian Umsätze von 114,3 Millionen Dollar durch die Bücher (+28% vs. Q1 2021). Unter dem Strich fiel ein Verlust von 23,2 Millionen Dollar nach 13,6 Millionen Dollar im Vorjahr an.

Uber

Beim Fahrdienstleister Uber kam es nach Vorlage der Geschäftszahlen für das erste Quartal zu einem rapiden Kursrutsch. Das deutlich ermäßigte Kursniveau nutzte der Vorstand Dara Khosrowshahi, um seine Position um 16% aufzustocken.

Zum Kurs von 26,73 Dollar erwarb Khosrowshahi 200.000 Anteilscheine. Der Gegenwert der Zukäufe lag entsprechend bei 5,34 Millionen Dollar.

Uber konnte seinen Umsatz im ersten Quartal um 136% auf 6,85 Milliarden Dollar steigern. Der Fahrdienstleiter profitiert weiterhin von der Erholung seiner „Mobility“-Sparte, deren Umsätze um 201% auf 2,52 Milliarden Dollar zulegten und damit erstmals seit dem Corona-Jahr 2020 die „Delivery“-Erlöse in Höhe von 2,51 Milliarden Dollar übertrafen. Unter dem Strich fiel mit 5,9 Milliarden Dollar aber weiterhin ein extrem hoher Verlust an.

B. Riley Financial

Bei der Aktie des Finanzdienstleisters B. Riley Financial gab es zuletzt ebenfalls auffällige Aktienkäufe von Firmeninsidern. Anfang Mail erwarben sechs verschiedene Firmeninsider 303.843 Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 45,53 bis 48,71 Dollar hatten die Transaktionen einen Gegenwert von über 14,3 Millionen Dollar.

B. Riley Financial bietet diversifizierte Finanzdienstleistungen und -lösungen an. Zu den operativen Segmenten des Unternehmens gehört das Segment Capital Markets, das Investmentbanking, Wertpapierleihe und Handelsdienstleistungen für Unternehmen und institutionelle Kunden.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte der Konzern einen Umsatz von 205,6 Millionen Dollar. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 12,1 Millionen Dollar an.