Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Kodiak Sciences-Aktie: Hedgefonds weiter auf der Käuferseite. Biotech-Investor Baker Bros. Advisors hält nach Zukäufen bereits mehr als 26% aller Kodiak Sciences-Aktien (Foto: Kamira / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Black Knight

Beim Softwarekonzern Black Knight legte der Vorstand Anthony Jabbour nach dem jüngsten Kursrutsch nach und baute seinen Aktienbestand weiter auf. Jabbour sammelte zum Kurs von 68,84 Dollar insgesamt 14.000 Aktien ein. Mit den Zukäufen erhöhte der Firmeninsider seine Position um 18% auf inzwischen 89.697 Anteilscheine.

Black Knight bietet Software und Systeme für die US-Wohnimmobilienbranche an. Das Unternehmen zielt auf den gesamten Lebenszyklus von Immobilieneigentum, von der Marktanalyse über die Aufnahme einer Hypothek bis hin zu Refinanzierung und Verkauf. So laufen etwa über die Hypothekenplattform von Black Knight mehr als die Hälfte der in den USA ausstehenden Immobilienkredite. Der Bereich macht rund zwei Drittel des Geschäfts aus und wächst beständig. Rund 30% der Einnahmen stammen von der Auflegung neuer Hypotheken. Hier sind die Regelungen kontinuierlich anspruchsvoller geworden. Deshalb nutzen immer mehr Branchenvertreter die Dienstleistungen von Black Knight.

Im zweiten Quartal konnte Black Knight die Umsätze um 23,2% auf 361,3 Millionen Dollar steigern. Gleichzeitig erhöhte sich der Gewinne nur marginal von 185,3 Millionen Dollar.

Kodiak Sciences

Beim Biopharmakonzern Kodiak Sciences gibt es ebenfalls auffällige Transaktionen: Der Großaktionär und Hedgefondsmanager Baker Bros. Advisors wittert offenbar Kurspotenzial und ist weiter auf der Käuferseite unterwegs. Vor wenigen Tagen hat der Firmeninsider 86.932 Aktien erworben. Beim Kaufkurs von 95,83 Dollar lag das Transaktionsvolumen bei 8,3 Millionen Dollar. Insgesamt summierten sich die Käufe im September auf über 16,5 Millionen Dollar. Nach zu den Zukäufen hält Baker Bros. Advisors 13,52 Millionen Aktien und damit über 26% aller ausstehenden Firmennateile.

Kodiak Sciences ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich in der klinischen Phase befindet und neuartige Therapeutika zur Behandlung von Netzhauterkrankungen entwickelt. Umsätze erwirtschaftet das Unternehmen noch nicht, aber die Erwartungen der Anleger sind hoch: Nach dem starken Kursanstieg liegt der Börsenwert inzwischen bei 5 Milliarden Dollar.

Designer Brands

Beim Modespezialisten Designer Brands hält die Kaufserie des Executive Chairman Jay Schottenstein weiter an. Nachdem der Firmeninsider bereits Mitte September Aktien im Wert von 21,3 Millionen Dollar erwarb, legte Schottenstein jetzt nach und kaufte nochmals 197.070 Aktien. Bei einem Kaufkursen zwischen 13,95 und 14 Dollar musste der Firmeninsider nochmals 2,75 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Zum Hintergrund: Schottenstein ist ein Milliardär und Unternehmer mit starkem Fokus auf Mode und Immobilien. Insgesamt hält der Großinvestor mittlerweile über 6% aller ausstehenden Firmenanteile  von Designer Brands.

Designer Brands entwirft, produziert und vertreibt Schuhe und Accessoires für Damen, Herren und Kinder hauptsächlich in Nordamerika. Zuletzt betrieb das Unternehmen 663 Filialen. Im zurückliegenden Quartal kletterten die Umsätze um 66,9% auf 817,34 Millionen Dollar. Das lag 66 Millionen Dollar über den Analystenerwartungen. Auch der Gewinn lag mit 56 Cent je Aktie deutlich über den Konsensprognosen (38 Cent je Aktie).


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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