Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Top-Insidertransaktionen der Woche: Firmeninsider legt trotz Kursrally bei Müller Industries nach. Industrieunternehmen mit hoher Wachstumsdynamik. Umsatz- und Gewinnsprung erfreute die Anleger (Foto: John Williams RUS / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Müller Industries

Die Aktie des Industrieunternehmens Müller Industries hat im Börsenjahr 2021 einen ausgesprochen guten Lauf: Seit dem Jahreswechsel kletterten die Papiere um 47% in die Höhe und notieren damit auf dem höchsten Stand aller Zeiten. Dies scheint den Director Gary Gladsein nicht zu stören. Der Firmeninsider hat gerade noch einmal nachgelegt und seine Aktienposition weiter ausgebaut. Dabei handelte es sich um seinen ersten Aktienkauf seit rund 11 Monaten. Gladstein erwarb zum Kurs von 47,71 Dollar insgesamt 11.399 Anteilsscheine. Damit summierten sich die Zukäufe auf 543.846 Dollar.

Mueller Industries ist ein Industrieunternehmen, das sich auf die Herstellung von Kupfer und Kupferlegierungen spezialisiert hat und auch Produkte aus Aluminium, Stahl und Kunststoffen produziert. Die Produkte werden im Bau, in Haushaltsgeräten sowie im Energie- und Automobilbereich vertrieben.

Zuletzt zeigte das Unternehmen eine hohe Wachstumsdynamik: Im zurückliegenden Quartal kletterten die Umsätze von 619,1 auf 982,2 Millionen Dollar in die Höhe. Am Ende stand ein Nettogewinn von 171 Millionen Dollar in den Büchern (+300% vs. Vorjahr).

HighPeak Energy

Beim Ölkonzern HighPeak Energy gab es ebenfalls größere Aktienkäufe zu beobachten. Der Firmeninsider Michael Hollis erwarb insgesamt 10.000 Aktien zum Kurs von 45,45. Entsprechend lag das Transaktionsvolumen bei 454.540 Dollar.

HighPeak Energy ist ein unabhängiges Erdöl- und Erdgasunternehmen, das sich mit dem Erwerb, der Exploration, der Erschließung und der Förderung von Erdöl-, Erdgas- und Erdgasflüssigkeitsreserven im Midland Basin in West Texas befasst. Zum 31. Dezember 2020 verfügte das Unternehmen über etwa 22.515 MBoe (Barrel Öleinheiten) an nachgewiesenen Reserven. Die Firma hat noch keine lange Historie und wurde erst im Jahr 2019 gegründet.

Im zweiten Quartal erzielte das Unternehmen bei einem Umsatz von 48,27 Millionen Dollar einen Gewinn von 5,74 Millionen Dollar. Der Börsenwert liegt derzeit bei 1,23 Milliarden Dollar.

Crinetics Pharmaceuticals

Bei dem noch jungen Biotechnologieunternehmen Crinetics Pharmaceuticals griff zuletzt ein renommierter Hedgefondsmanager zu und erhöhte seinen Aktienbestand. Der Großaktionär Perceptive Advisors, der seinen Fokus auf Biotech- und Pharmaaktien legt, erwarb im Rahmen einer Kapitalerhöhung 1,2 Millionen Aktien. Bei einem Kaufpreis von 19,80 Dollar je Anteil summierte sich der Kaufpreis auf 23,76 Millionen Dollar. Inzwischen hält der Hedgefondsmanager 5,16 Millionen Aktien, was rund 14% aller ausstehenden Anteilscheine entspricht.

Crinetics Pharmaceuticals ist ein pharmazeutisches Unternehmen in der klinischen Phase, das sich auf die Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung von Therapeutika für seltene endokrine Erkrankungen und endokrin bedingte Tumore konzentriert. Crinetics Pharmaceuticals wurde im Jahr 2008 gegründet und hat seinen Hauptsitz in San Diego, Kalifornien.

Bislang erzielt die Firma noch keinerlei Umsätze. Der Börsenwert von rund 1 Milliarde Dollar (+53% in 2021) zeigt aber, dass die Anleger von einer rosigen Zukunft des Unternehmens ausgehen.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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