Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

USA Aktienmarkt – ado Alexander Sánchez

Docusign-Aktie nach Kursrutsch mehr als 50% unter Jahreshoch: Firmenboss wittert Einstiegsgelegenheit und stockt Aktienbestand weiter auf (Foto: Alexander Sánchez / Adobe Stock)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Docusign

Die Aktie des Technologiekonzerns Docusign tauchte zuletzt wieder mit auffälligen Insiderkäufen auf. Der Vorstand Daniel Springer nutzte das ermäßigte Kursniveau und legte sich beim Kurs von 128,89 Dollar 18.700 Anteile ins Depot. Insgesamt musste Springer für die Zukäufe 2,41 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Seinen Aktienbestand hat der Firmeninsider damit um mehr als 50% auf inzwischen 53.451 Aktien ausgebaut.

Seit der Gründung im Jahr 2003 hat DocuSign es sich zum Ziel gesetzt, Geschäftsprozesse zu beschleunigen und hat bei der Entwicklung der elektronischen Signatur Pionierarbeit geleistet. Inzwischen unterstützt DocuSign Unternehmen bei der Verknüpfung und Automatisierung der Art und Weise, wie Verträge vorbereitet, unterzeichnet, umgesetzt und verwaltet werden.

Der Geschäftsansatz ist so simpel wie einleuchtend: Veraltete, papierbasierte Vertragsprozesse werden durch digitale Prozesse ersetzt. Die DocuSign-Plattform bietet über 350 vorkonfigurierte Integrationen mit beliebten Business-Apps. Darüber hinaus ermöglicht die API die Einbettung und Verbindung von DocuSign mit der Website des Kunden, mobilen Anwendungen und benutzerdefinierten Arbeitsabläufen. Inzwischen zählt Docusign rund 1,05 Millionen zahlende Kunden und Hunderte von Millionen Nutzern in mehr als 180 Ländern.

Adobe

Auch die Aktie von Adobe stand zuletzt unter Druck. Die Papiere verloren seit November letzten Jahres rund ein Viertel an Wert. Grund dafür war in erster Linie ein schwacher Ausblick für das kommende Geschäftsjahr: Für das Gesamtjahr stellte Adobe einen Umsatz von 17,9 Milliarden Dollar in Aussicht, was 300 Millionen Dollar unter den Analystenschätzungen lag. Beim Gewinn erwartet der Konzern 13,70 Dollar je Aktie (vs. 14,20 Dollar Konsensprognose).

Hinter Adobe Systems verbirgt sich ein US-amerikanisches Softwareunternehmen. Der Konzern bietet Software, mit dem Kunden digitale Inhalte erstellen, veröffentlichen und die Wirkung messen können. Zum Angebot gehören Grafik- und Bildbearbeitungsprogramme, Audio- und Videoschnittsysteme und Webanalyse-Tools. Einige der bekanntesten Produkte sind Photoshop, Acrobat, Flash und Dreamweaver. Die Software von Adobe Systems wird an Hardwarehersteller, Softwareentwickler und Dienstleister sowie an Individualkunden und die Werbeindustrie geliefert.

Seit dem Jahr 2013 ist Adobe sehr erfolgreich auf das cloudbasierte Geschäftsmodell umgestiegen. Das bedeutet, dass die Software nicht mehr verkauft, sondern langfristig vermietet wird.

Purple Innovation

Beim US-Konzern Purple Innovation hält die positive Stimmung unter den Firmeninsidern an. Seit Mitte Dezember kauften ein Großaktionär (Coliseum Capital Management) und der Chefjurist Casey McGarvey 8,61 Millionen Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 10,46 und 13,86 Dollar lag das gesamte Kaufvolumen bei rund 100 Millionen Dollar.

Purple Innovation entwirft und fertigt Matratzen, Kissen und Polsterungen. Das Unternehmen vermarktet und verkauft seine Produkte über Online-Direktvertriebskanäle, stationäre Großhandelspartner und Online-Drittanbieter sowie über seinen Werksverkauf und die unternehmenseigenen Ausstellungsräume.

Für das gerade abgelaufene Geschäftsjahr erwartet Purple Innovation einen Nettoumsatz und ein bereinigtes Vorsteuerergebnis (EBITDA) am unteren Ende der vorherigen Prognose (Umsatz: 720 – 740 Millionen Dollar, bereinigtes EBITDA: 15 -25 Millionen Dollar).

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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