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Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Inhaltsverzeichnis

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Oracle

Beim Datenbank-und Cloud-Spezialisten Oracle gab es nach dem jüngsten Rücksetzer einen ersten signifikanten Aktienkauf eines Firmeninsiders. Nach dem rund 20%-igen Kursrückgang legte der Director Charles Moorman nach: Zum Kurs von 83,76 Dollar legte sich Moorman 15.000 Aktien ins Depot. Damit erhöhte der Firmeninsider seinen Aktienbestand um 47%.

Zuletzt hatte Oracle eine Mega-Übernahme bekanntgegeben. Oracle kauft für 28 Milliarden Dollar Cerner, einen Anbieter von Systemen für elektronische Patientendossiers. Damit wird Geschäftseinheit innerhalb von Oracle gestärkt, die sich auf Lösungen für den Gesundheitssektor konzentriert.

Stitch Fix

Beim Einzelhändler Stitch Fix hält die positive Stimmung unter den Firmeninsidern weiter an. Die Kaufserie, die bereits im Dezember begann, setzt sich auch nach dem Jahreswechsel nahtlos fort. Seit Anfang Januar erwarb der Großaktionär Working Capital Advisors 891.379 Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 16,10 und 18,46 Dollar lag der gesamte Transaktionswert bei über 15 Millionen Dollar.

Stitch Fix verkauft über seine Website und seine mobile Anwendung in den Vereinigten Staaten eine Reihe von Kleidungsstücken, Schuhen und Accessoires. Das Unternehmen bietet unter der Marke Stitch Fix Jeans, Kleider, Blusen, Röcke, Schuhe, Schmuck und Handtaschen für Männer, Frauen und Kinder an.

Im zurückliegenden Quartal gingen bei Stitch Fix 581 Millionen Dollar durch die Bücher. Unter dem Strich wies der Konzern einen kleinen Verlust von 2 Millionen Dollar aus.

Luminar Technologies

Beim Softwarespezialisten Luminar Technologies griff der Vorstand Austin Russel zu und legte sich 65.000 Aktien ins Depot. Beim Kaufpreis von 13,73 Dollar musste Russel in Summe 892.632 Dollar auf den Tisch legen.

Das Unternehmen wurde 2012 vom damals erst 16-jährigen Austin Russell gegründet. Der Börsengang erfolgte im Dezember 2020 an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq und wurde unter anderem vom deutschstämmigen Investor Peter Thiel vorangetrieben, der Großaktionär des Unternehmens ist. Der Konzern befasst sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung und Herstellung von Lidar-Sensoren befasst. Luminar sieht sich selbst nun als Marktführer auf diesem Feld, das von fünf Milliarden Dollar Umsatz heute bis 2030 auf 150 Milliarden Dollar wachsen solle.

Die Umsätze der Firma heute sind aber noch überschaubar. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 hat Luminar Technologies Umsätze zwischen 30 und 33 Millionen Dollar in Aussicht gestellt.