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Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Inhaltsverzeichnis

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Paypal

Die Paypal-Aktie stand zuletzt nach schwächeren Zahlen deutlich unter Druck. Seit dem Jahreswechsel liegen die Papiere über 35% im Minus. Vor allem der etwas schwächere Ausblick sorgte jüngst bei den Anlegern für schlechte Laune. Für das erste Quartal des laufenden Jahres erwartet der Zahlungsspezialist einen Gewinn je Aktie von 87 Cent. Die Analysten waren im Vorfeld von 1,16 Dollar je Anteilschein ausgegangen.

Auf dem ermäßigten Niveau gab es jetzt erste größere Aktienkäufe von Firmeninsidern. Daniel Schulman (CEO) und Frank Yeary (Director) sammelten bei Kursen zwischen 124,57 und 127,85 Dollar 11.994 Aktien ein. Das gesamte Kaufvolumen lag bei knapp 1,5 Millionen Dollar. Zeitgleich trennte sich aber auch ein Manager (Peggy Alford – Executive Vice President) von einem Aktienpaket im Wert von 527.823 Dollar.

Charter Communications

Beim US-Kabelnetzbetreiber Charter Communications kam es ebenfalls zu einem auffälligen Aktienkauf. Zum Preis von 591,96 Dollar erwarb der Vorstand Christopher Winfrey 2.750 Aktien. Für die Zukäufe musste der Manager 1,62 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Bei Charter handelt es sich um einen US-Kabelnetzbetreiber, der als solcher seinen Kunden den Zugang zu digitalem und interaktivem Fernsehen, Video-on-Demand-, Internet- und Telefondiensten ermöglicht. Im Jahr 2016 hat das Unternehmen mit Time Warner Cable einen der großen Konkurrenten übernommen, sodass Charter Communication mittlerweile einer der größten Kabelnetzanbieter in den USA ist.

Im zurückliegenden Quartal legte der Umsatz um 4,7% auf 13,21 Milliarden Dollar zu. Unter dem Strich blieb ein Gewinn je Aktie von 8,93 Dollar hängen, was 2,02 Dollar über den Erwartungen der Analysten lag.

Appian Corporation

Beim Softwarekonzern Appian schlug auf dem gedrückten Kursniveau der renommierte Hedgefondsmanager Colin Moran von Abdiel Capital Management zu und sammelte weitere Aktien ein. Bei Kursen zwischen 48,41 und 58,34 Dollar kaufte der Großanleger 165.850 Aktien. Insgesamt hatten die Käufe ein Volumen von rund 9,3 Millionen Dollar. Nach den Käufen hält Abdiel Capital Management inzwischen 5,44 Millionen Anteilscheine, was 7,6% aller Firmenanteile entspricht.

Die Appian Corporation bietet eine Low-Code-Automatisierungsplattform an. Die Plattform des Unternehmens automatisiert die Erstellung von Formularen, Workflows, Datenstrukturen, Berichten und anderen Softwareelementen, die manuell kodiert werden müssen. Die Kunden des Unternehmens sind Finanzdienstleister, Behörden, Bildungseinrichtungen, Technologie, Medien und Telekommunikation, Verbraucher und Industrieunternehmen.

Im dritten Quartal gingen bei Appian Umsätze von 92,4 Millionen Dollar durch die Bücher. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 25,2 Millionen Dollar an.