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Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen
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Inhaltsverzeichnis

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Appian

Beim Softwarekonzern Appian ist auf dem gedrückten Kursniveau der renommierte Hedgefondsmanager Colin Moran von Abdiel Capital Management weiter auf der Käuferseite. Bei Kursen von 60,38 Dollar kaufte der Großanleger 22.875 Aktien. Insgesamt hatten die Käufe ein Volumen von rund 1,3 Millionen Dollar. Damit summieren sich die Käufe seit Ende Januar inzwischen auf 16,6 Millionen Dollar. Nach den Transaktionen hält Abdiel Capital Management inzwischen 5,59 Millionen Anteilscheine, was 7,8% aller Firmenanteile entspricht.

Die Appian Corporation bietet eine Low-Code-Automatisierungsplattform an. Die Plattform des Unternehmens automatisiert die Erstellung von Formularen, Workflows, Datenstrukturen, Berichten und anderen Softwareelementen, die manuell kodiert werden müssen. Die Kunden des Unternehmens sind Finanzdienstleister, Behörden, Bildungseinrichtungen, Technologie, Medien und Telekommunikation, Verbraucher und Industrieunternehmen.

Im letzten Geschäftsjahr gingen bei Appian Umsätze von 396,3 Millionen Dollar durch die Bücher (+30% vs. 2020). Unter dem Strich fiel ein Verlust von 88,6 Millionen Dollar nach 33,6 Millionen Dollar im Vorjahr an.

TripAdvisor

Die Aktie des Reisespezialisten TripAdvisor stand zuletzt stark unter Druck. Auf dem deutlich ermäßigten Kursniveau kam es nun zu einem ersten signifikanten Aktienkauf eines Firmeninsiders. Der Director Gregory Maffei erwarb zum Preis von 22,38 Dollar 50.000 Anteilscheine. Entsprechend lag der Gegenwert der Transaktionen bei 1,19 Millionen Dollar. Durch die Zukäufe baute Maffei seinen Aktienbestand um 117% auf 92.448 Papiere aus.

TripAdvisor gehört zu den führenden Online-Reiseplanern. Das Unternehmen betreibt die Website tripadvisor.com in rund 50 Ländern. Neben der Hauptmarke Tripadvisor betreibt das Unternehmen weitere Reiseagentur-Homepages. TripAdvisor generiert sein Einkommen durch klick- und anzeigenbasierte Werbung, Abonnement-Modelle für die Präsentation von Angeboten auf den Unternehmenswebseiten und Buchungsgebühren.

Im Schlussquartal kletterten die Umsätze um 107% auf 241 Millionen Dollar. Unter dem Strich verharrte der Konzern aber weiter in den rote Zahlen. Am Ende stand ein Verlust von 29 Millionen Dollar in den Büchern.

Skechers

Bei dem Schuhhersteller Skechers gab es zuletzt einen auffälligen Aktienkauf. Nach dem jüngsten Kursrücksetzer griff der Director Michael Greenberg zu und sammelte 103.000 Aktien ein. Bei Kaufkursen zwischen 35,20 und 38,23 Dollar musste Greenberg für die Zukäufe 3,85 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Aber beachten Sie: Nahezu zeitgleich trennten sich auch mehrere Firmeninsider von Aktienpaketen im Wert von 6,6 Millionen Dollar.

Skechers betrieb zuletzt rund 3.891 eigene und fremde Geschäfte. Das Unternehmen verkauft seine Produkte über Kaufhäuser und Fachgeschäfte, Sportgeschäfte und unabhängige Einzelhändler, Boutiquen und Online-Händler sowie über seine E-Commerce-Websites, Fabrik- und Lagerverkaufsläden.

In 2021 erhöhten sich die Umsätze im Jahresvergleich deutlich von 4,59 auf 6,28 Milliarden Dollar. Unter dem Strich erzielte der Schuhspezialist einen Nettogewinn von 742 Millionen Dollar, was einer Gewinnrendite von 11,8% entspricht.