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Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Inhaltsverzeichnis

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Gamestop

Bei dem durch spektakuläre Aktienturbulenzen bekannt gewordenen Videospielhändler Gamestop gab es jetzt einen signifikanten Aktienkauf eines Firmeninsiders. Beim Kurs von 101,76 Dollar kaufte der neue Vorstand Ryan Cohen 100.000 Aktien. Für die Zukäufe musste Cohen 10,17 Milliarden Dollar in die Hand nehmen. Nach den Käufen hält der Firmenboss 9,1 Millionen Anteilscheine des Unternehmens.

Cohen hat im März letzten Jahres das Ruder bei dem Videospielehändler übernommen. Bei ihm handelt es sich um einen waschechten Unternehmer. Im Jahr 2011 gründete Cohen im Alter von 25 Jahren Chewy, ein auf Tiernahrung spezialisierten Online-Händler. Sechs Jahre später verkaufte er das Unternehmen für 3,35 Milliarden Dollar an PetSmart. Jetzt soll er bei Gamestop das Ruder rumreißen. Dabei versucht er vor allem, das Geschäft vom stationären Handel stärker ins Internet zu bringen.

Im vierten Quartal gingen bei Gamestop Umsätze von 2,25 Milliarden Dollar durch die Bücher (+6,1% vs. Q4 2020). Unter dem Strich verharrte der Konzern aber tief in der Verlustzone (-1,86 Dollar je Aktie).

Docusign

Beim US-Technologiekonzern Docusign gab es ebenfalls einen massiven Aktienkauf eines Firmeninsiders. Der Vorstand Daniel Springer legte sich weitere 66.682 Aktien zu. Beim Durchschnittskurs von 74,76 Dollar hatten die Zukäufe einen Gegenwert von 4,99 Millionen Dollar.

Seit seiner Gründung im Jahr 2003 hat DocuSign es sich zum Ziel gesetzt, Geschäftsprozesse zu beschleunigen und das Leben für Unternehmen und Menschen auf der ganzen Welt einfacher zu machen. Bei der Entwicklung der elektronischen Signatur hat der Konzern Pionierarbeit geleistet. Inzwischen unterstützt DocuSign Unternehmen bei der Verknüpfung und Automatisierung der Art und Weise, wie Verträge vorbereitet, unterzeichnet, umgesetzt und verwaltet werden. Auf dem Gebiet der elektronischen Unterschrift zählt der Konzern zu den Marktführern.

Im zurückliegenden Quartal kletterten die Umsätze auf 581 Millionen Dollar. Das war ein Plus von 35% und lag 19,2 Millionen Dollar über den Erwartungen der Analysten (Quelle: Seeking Alpha). Unter dem Strich stand ein bereinigter Gewinn von 48 Cent in den Büchern, was exakt den Konsensschätzungen entsprach.

Für das laufende Geschäftsjahr peilt der Konzern ein Umsatzwachstum von mindesten 17,6% auf 2,47 Milliarden Dollar an.

Bumble

Ebenfalls auffällige Käufe gab es bei der Dating-App Bumble. Zum Kurs von 28,37 Dollar griff der Director Amy Griffin zu und sammelte 35.200 Aktien ein. Für die Käufe musste Griffin 998.624 Dollar auf den Tisch legen. Mit den Transaktionen erhöhte sie ihren Aktienbestand um rund 30% auf 152.700 Aktien.

Als Besonderheit von Bumble gilt, dass Frauen dort den ersten Schritt beim Dating machen. Dies soll einen eher respektvollen Umgang auf der Plattform gewährleisten. Neben der Suche nach einem romantischen Partner, kann Bumble auch für die Suche nach Freundinnen und Freunden (Bumble BFF) oder Geschäftskontakten (Bumble Bizz) genutzt werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, nach politischer Einstellung und ähnlichem zu filtern.

Operativ war Bumble zuletzt trotz anhaltender Pandemie weiter auf Wachstumskurs: Im vierten Quartal kletterten die Bumble-Umsätze auf 208 Millionen Dollar (+26% vs. Q4 2020). Die Zahl der zahlenden Nutzer erhöhte sich um 11% auf drei Millionen. Pro Nutzer macht die Dating-App im Schnitt 22,83 Dollar Umsatz, was einem Anstieg von 14% entspricht.