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Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Inhaltsverzeichnis

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Ford

Bei dem Autohersteller Ford gab es nach dem jüngsten Rücksetzer einen auffälligen Aktienkauf eines Firmeninsiders. William Clay Ford erwab zum Kurs von 16,81 Dollar je Aktie in Summe 267.697 Anteilscheine. Insgesamt legte Ford 4,49 Millionen Dollar für die Zukäufe auf den Tisch. Nach den Transaktionen hält der Insider mittlerweile 4,22 Millionen Ford-Aktien.

Im Schlussquartal hat der Auto-Gigant die Erwartungen verfehlt. Die weltweiten Lieferketten drücken weiterhin auf das Geschäft von Ford. Die Bilanz von 2021 profitierte zudem stark von einem Sondererlös durch eine Investition in Rivian.

Im vierten Quartal steigerte Ford den Umsatz um 5% auf 37,7 Milliarden Dollar. Zugleich sprang der Nettogewinn massiv auf 12,2 Milliarden Dollar in die Höhe, was aber vor allem auf einen Sondererlös durch die Beteiligung am Elektroautobauer Rivian zurückzuführen war. Der Börsengang des Unternehmens führte zu einem Sondererlös von über 8 Milliarden Dollar.

FIGS

Beim Spezialbekleidungsunternehmen FIGS gab es ebenfalls auffällige Aktientransaktionen. Der Großaktionär Thomas Full legte nach und sammelte nochmals 253.637 Aktien zum Preis von 19,75 Dollar je Anteil ein. Der Gesamtwert der Käufe belief sich somit auf 5 Millionen Dollar. Nach dem Zukauf hält Full 2,1 Millionen Aktien und damit 1,2% aller ausstehenden Anteile.

FIGS ist in den Vereinigten Staaten als Direktvertriebsunternehmen für Bekleidung und Lifestyle im Gesundheitswesen tätig. Das Unternehmen entwirft und vertreibt Bekleidung für das Gesundheitswesen und andere Produkte, die nicht zur OP gehören, wie z. B. Laborkittel, OP-Kleidung, Oberbekleidung, Activewear, Loungewear, Kompressionssocken, Schuhe, Masken und Gesichtsschilde. Das Unternehmen vermarktet und verkauft seine Produkte über seine digitale Plattform, die eine Website und eine mobile App umfasst.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr kletterten die Umsätze deutlich von 263,1 auf 419,6 Millionen Dollar. Unter dem Strich verharrte FIGS aber mit 9,4 Millionen Dollar in der Verlustzone.

GMS

Beim Baukonzern GMS waren die Firmensinder ebenso aktiv. Der Großinvestor Coliseum Capital Management erwarb 245.569 Aktien. In Summe lag der Gegenwert der Käufe bei 13,34 Millionen Dollar.

GMS vertreibt Wandplatten, abgehängte Deckensysteme und ergänzende Bauprodukte in den Vereinigten Staaten und Kanada. Zuletzt unterhielt das Unternehmen 268 Filialen in 44 Bundesstaaten und dem District of Columbia sowie in 6 Provinzen in Kanada. Außerdem betreibt der Konzern ein Netz von rund 265 Vertriebszentren.

Zuletzt zeigte GMS eine hohe Wachstumsdynamik: Die Umsätze verbesserten sich deutlich um 53,6% auf 1,15 Milliarden Dollar. Der Nettogewin stieg sogar um 281% auf 61 Millionen Dollar.