Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

USA Aktienmarkt – ado Alexander Sánchez

Insidertransaktionen der Woche: Insider greifen nach Börsengang beim Immobilienspezialisten Compass zu und sammeln Aktien im Gegenwert von fast 80 Millionen Dollar ein (Foto: Alexander Sánchez / Adobe Stock)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Compass:

Im Rahmen des Börsengangs von Compass griffen zwei Firmeninsider beherzt zu und erwarben große Aktienpakete. Der Vorstand Robert Reffkin erwarb 411.111 Aktien zu 18 Dollar (Transaktionswert: 7,39 Millionen Dollar). Darüber hinaus kaufte der Großaktionär SVF Excaliber 4 Millionen Aktien zu 18 Dollar das Stück (Transaktionswert: 72 Millionen Dollar).

Die Firma Compass betreibt als Immobilienbroker einen Drei-Seiten-Marktplatz, auf dem er Immobilienverkäufer, -makler und -käufer zusammenbringt. Die Amerikaner arbeiten nach ihrer aggressiven Expansionsstrategie der letzten Jahre mit aktuell über 19.000 Brokern in 46 Metropolregionen zusammen. Zuletzt wuchs der Konzern stark: Im vergangenen kletterten die Umsätze kräftig von 2,4 auf 3,7 Milliarden Dollar. Gleichzeitig hat das Unternehmen seine Verluste von 388 Millionen Dollar auf etwa 270 Millionen gesenkt.

Applied Molecular Transport:

Beim Biopharmazieunternehmen Applied Molecular Transport gab es zuletzt einen signifikanten Aktienkauf eines Firmeninsiders: Der Director David Lamond erwarb  beim Kurs von 42 Dollar 25.000 Aktien. Für die Zukäufe musste Lamond insgesamt 1,05 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Nach den Käufen hält der Insider 1,01 Millionen Aktien, was 2,8% aller ausstehenden Firmenanteile entspricht.

Applied Molecular Transport ist ein biopharmazeutisches Unternehmen im klinischen Stadium, das sich mit der Entwicklung einer Pipeline von Produktkandidaten zur Behandlung von Autoimmun-, Entzündungs-, Stoffwechsel- und anderen Krankheiten befasst. Umsätze erwirtschaftet das Technologieunternehmen allerdings noch keine. Im zurückliegenden Geschäftsjahr fielen unter dem Strich noch Verluste in Höhe von 66 Millionen Dollar an. Der Börsenwert liegt momentan bei 1,6 Milliarden Dollar.

The Howard Hughes:

Die Aktie des Immobilienspezialisten The Howard Hughes entwickelte sich seit dem Jahreswechsel mit einem Kursplus von 26% deutlich besser als der Gesamtmarkt. Trotz des erhöhten Kursniveaus wittert der Director Allen Model offenbar weiteres Kurspotenzial: Zum Kurs von 97,17 Dollar erwarb Model 4.300 Anteile. Damit belief sich der Gegenwert der Transaktionen auf 417.831 Dollar. Mit den Zukäufen erhöhte der Firmeninsider seinen Aktienbestand um 26% auf 20.637 Aktien.

Die Howard Hughes Corporation besitzt, verwaltet und entwickelt Gewerbe-, Wohn- und Hospitality-Immobilien in den Vereinigten Staaten. Im vergangenen Jahr gingen bei dem Unternehmen Umsätze von 699,5 Millionen Dollar durch die Bücher und damit deutlich weniger als im Vorjahr (-46%). Unter dem Strich rutschte The Howard Hughes mit 26 Millionen Dollar sogar erstmals seit 2014 in die Verlustzone.

USA Aktienmarkt – ado Alexander Sánchez

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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