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Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Inhaltsverzeichnis

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Incyte

Beim US-Biopharmazie-Konzern Incyte nutzte ein renommierter Hedgefonds das aktuelle Umfeld, um seine Position weiter auszubauen. Der auf Biotech-Unternehmen fokussierte Großinvestor Baker Bros. Adivsors erwarb 525.804 Aktien. Bei einem Kaufpreis zwischen 67,74 und 68,38 Dollar je Anteil lag das gesamte Transaktionsvolumen bei 35,73 Millionen Dollar. Insgesamt hält Baker Bros. Advisors damit inzwischen 33,03 Millionen Incyte-Papiere, was beinahe 15% aller Firmenanteile entspricht.

Incyte ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von proprietären Therapeutika spezialisiert hat. Der Konzern hat beispielsweise für Patienten mit Myelofibrose (eine seltene Knochenmarkserkrankung) oder mit Polyzythämie das Produkt Jakafi entwickelt.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2021 erzielte Incyte bei einem Umsatz von 2,98 Milliarden Dollar (+12% vs. 2020) einen Gewinn in Höhe von 949 Millionen Dollar.

Crocs

Beim Schuhhersteller Crocs nutzten gleich zwei Firmeninsider das ermäßigte Kursniveau. Zum Hintergrund: Seit November letzten Jahres hat der Aktienkurs von 180 Dollar auf rund 80 Dollar nachgegeben. Auf diesem Level wittern die beiden Direktoren Douglas Treff und Thomas Smach offenbar wieder größeres Kurspotenzial. Bei Kursen zwischen 86,29 und 91,44 Dollar erwarben sie 20.456 Aktien. Für die Zukäufe mussten die Insider 1,8 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Crocs fokussiert sich auf die Herstellung von Plastikschuhen der gleichnamigen Marke. Die Gesellschaft ist Pionier in der Verwendung des Materials Croslite, das den Schuhen die typische Leichtigkeit und wasserabweisende Konsistenz verleiht. Dabei produziert das Unternehmen über 300 verschiedene Styles. Die Palette reicht von den weltweit erhältlichen Plastikschuhen für zuhause und den Garten bis zu Sneakers, Sandalen und Stiefeln. Seit seiner Gründung hat der Konzern über 200 Millionen Paare von Schuhen an Kunden in über 90 Ländern verkauft.

Im Schlussquartal gingen bei dem US-Konzern Umsätze von 586,6 Millionen Dollar durch die Bücher. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 42,5%. Unter dem Strich erzielte Crocs einen Gewinn von 155 Millionen Dollar nach 183 Millionen Dollar im vergleichbaren Vorjahresquartal.

Albemarle Corporation

Beim Spezialchemiekonzern Albemarle Corporation schlugen ebenfalls zwei Firmeninsider zu. Bei Kursen zwischen 187,81 und 190,80 Dollar legten Netha Johnson und Kent Masters nach. Insgesamt kauften beide 6.301 Aktien mit einem Transaktionsvolumen von 1,19 Millionen Dollar.

Die Albemarle Corporation ist ein amerikanischer Spezialchemiekonzern und einer der weltweit größten Produzenten von Lithium und Lithiumverbindungen. Der Konzern agiert in den Geschäftsbereichen Lithium, Bromine Specialties und Catalysts.

Der Bereich Lithium verfügt über eigene Minen zur Förderung von Lithiumsalzen. Es werden beispielsweise Lithiumcarbonat und Lithiumhydroxid als Grundstoffe und für Lithium-Ionen-Akkus hergestellt. Im Bereich Bromine Specialties wird unter anderem elementares Brom und Bromwasserstoffsäure sowie Bromide und bromhaltige Flammschutzmittel produziert. Der Geschäftsbereich Catalysts stellt hingegen Katalysatoren für Raffinerien her, unter anderem FFC-Katalysatoren.

Zuletzt lag der Jahresumsatz bei 3,3 Milliarden Dollar.