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Jackson Hole: Wichtiges Notenbanktreffen in den USA

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In dieser Woche blickt die Finanzwelt gebannt auf das kleine US-amerikanische Städtchen Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming am Fuße der Rocky Mountains. Der Grund: Dort treffen sich die wichtigsten Notenbanker der Welt zu ihrem alljährlichen Wirtschaftssymposium.

Bei diesem Treffen könnten die Notenbanker über weitere, spürbare Zinserhöhungen diskutieren. Diese „Drohung“ belastet seit einigen Tagen die Aktienmärkte. Doch diese Angst wird auch wieder weichen. 2022 wird das Jahr der Zinserhöhungen, aber bereits ab 2023 erwarte ich wieder Zinssenkungen, um die Konjunktur anzufeuern.

Zurück zum Treffen in Jackson Hole: Schon seit 1978 kommen im Schnitt rund 120 Notenbanker, Akademiker, Repräsentanten internationaler Finanzorganisationen, Regierungsvertreter und Medienschaffende auf Einladung der Zentralbank von Kansas City zum alljährlichen Wirtschaftssymposium.

Seit 1982 in Jackson Hole

Seit 1982 – und damit seit 40 Jahren – findet das Symposium in Jackson Hole statt. Damals wollte man mit einem großen Namen auftrumpfen. Der im Dezember 2019 verstorbene Paul Volcker, Fed-Chef von 1979 bis 1987 und die geldpolitische Größe schlechthin in dieser Zeit, war nur mit der Aussicht auf eine Runde Fliegenfischen anzulocken.

Seither kommt die Welt im Grand-Teton-Nationalpark zusammen, so auch in dieser Woche von Donnerstag bis Samstag. Warum diese Veranstaltung so wichtig ist? Weil dort in den vergangenen Jahren historische Dinge beschlossen und verkündet worden sind.

Beispielsweise das 2013 vom damaligen Fed-Chef  Ben Bernanke überraschend angekündigte „Taper Tantrum“. Damit ist gemeint, dass Bernanke ein früheres Auslaufen der Anleihekäufe in Aussicht gestellt hatte.

Die Folge war, dass Anleger bei Anleihen massiv auf den Verkaufsknopf gedrückt haben, was die Anleiherenditen stark steigen ließ. Ähnlich richtungsweisend war der Auftritt des ehemaligen EZB-Chefs Mario Draghi im Jahr 2014: Draghi hatte den historischen Beschluss eingeleitet, massiv Anleihen zu kaufen. Das löste auch am Aktienmarkt einen Freudensprung aus.

Rede von Fed-Chef mit Hochspannung erwartet

Mit besonderer Spannung wird dieses Jahr die Rede des US-Notenbankchefs Jerome Powell erwartet. Nach der Sommerrally, die wir bis in die vergangene Woche hinein gesehen haben, hat eine Mixtour aus Inflationsangst, drohender Rezession und weiterer Energieknappheit die Anleger zuletzt wieder nervöser gemacht. Den Börsen ging die Puste aus.

Anleger erhoffen sich von der Rede des Fed-Chefs Hinweise darauf, wann der laufende Zinsanhebungszyklus enden könnte. Gut möglich aber auch, dass sich Powell eher „hawkish“ gibt – also eher im Lager der sogenannten Falken unterwegs ist, was vermutlich bedeuten würde, dass er keine Entspannungssignale sendet.

Klar ist, dass die Inflation unter Kontrolle gebracht werden muss. Unklar aber ist, ob die Zinsen in den USA nach zuletzt zwei Anhebungen um jeweils 75 Basispunkte (also um 0,75%) erneut in dieser Größenordnung angehoben werden oder „nur“ um 50 Basispunkte. Klarheit werden wir vermutlich erst im September darüber haben, ob die Fed ihr Tempo in Sachen Zinsenhebungen drosselt oder nicht.

Klar ist für mich jedoch schon heute, dass Sie um die Anlageklasse Aktie nach wie vor nicht herumkommen, wenn Sie eine positive Realrendite (Rendite unter Berücksichtigung der Inflation) erzielen wollen.