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Micron Technology: Chip-Gigant schraubt Prognose nach oben und versetzt Anleger in Feierlaune

Micron Technology: Chip-Gigant schraubt Prognose nach oben und versetzt Anleger in Feierlaune
Jirapong Manustrong / Shutterstock.com
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Einen Grund zur Freude hatten die Anleger des US-Chiphersteller Micron Technology. Der Technologieriese hat nämlich gerade mit seinen Geschäftszahlen die Erwartungen deutlich übertroffen und seine Prognose nach oben geschraubt. Entsprechend euphorisiert zeigten sich die Anleger und trieben die Micron Technology-Papiere mit ihren Käufen direkt nach Vorlage der Zahlen um 10% in die Höhe.

Micron Technology rangiert unter den fünf größten Halbleiterherstellern weltweit

Micron Technology ist ein globaler Hersteller und Vertreiber von Halbleiter-Bauelementen, dazu gehören vor allem NAND Flash-, DRAM- und NOR-Flash-Speicher und andere Speichertechnologien, Verpackungslösungen und Halbleiter-Systeme für den Einsatz in Computer-, Verbraucher-, Netzwerk-, Automobil- und Industrieprodukten. Darüber hinaus fertigt das 1978 gegründete Unternehmen Halbleiterbauelemente für CMOS-Bildsensoren und andere Halbleiterprodukte.

Die gefertigten Artikel werden durch internen Vertrieb, unabhängige Handelsvertreter und Händler vor allem an Original Equipment Manufacturers („OEMs“) und Einzelhändler weltweit vertrieben. Im vergangenen Geschäftsjahr (Anm.: endete am 31. August) erwirtschaftete Micron Technology unter dem Strich einen Gewinn von 5,86 Milliarden Dollar. Der Umsatz belief sich auf 27,7 Milliarden Dollar.

Das Wettbewerbsumfeld der Micron Technology ist nicht sehr fragmentiert, aber intensiv. Wichtige Wettbewerber sind Unternehmen wie:

  • Samsung Electronics Co. Ltd.
  • SK Hynix Inc.
  • Toshiba Corp.
  • Western Digital Corporation (WDC)

Deutlich überproportionaler Gewinnsprung

In der aktuellen Corona-Pandemie zeigt sich der Konzern mit seinem Geschäftsmodell erstaunlich robust. Dank Home-Office und intensiver Cloud-Nutzung haben Speicherchips Hochkonjunktur. Zudem sorgten anziehende Preise für Rückenwind.

Im gerade abgelaufenen ersten Quartal (Dreimonatszeitraum bis Ende November) erzielte der Chip-Spezialist einen Umsatz von 7,69 Milliarden Dollar. Das lag 33% über dem Vorjahresquartal und minimal (10 Millionen Dollar) über den Konsensprognosen der Analysten. Der Gewinn hat sich im gleichen Zeitraum mit 2,31 Milliarden gegenüber 803 Millionen Dollar im Vorjahr sogar beinahe vervierfacht. Die Nettogewinnmarge (Nettogewinn in Relation zum Umsatz) ist entsprechend von 13,91% auf 30% gestiegen.

Halbleiternachfrage ist ungebrochen

Dabei erfährt Micron derzeit kräftigen Rückenwind. Vor allem die hohe Nachfrage nach Chips, etwa von Rechenzentren und von Kunden aus der Automobilindustrie, beflügelt die Geschäfte. An dieser Situation wird sich vorerst wenig ändern. Vor allem der Boom bei Elektroautos treibt die Nachfrage, da dort wesentlich mehr DRAM-Module mit wachsendem Speicher verbaut werden. Im Mobile-Bereich hat sich zudem mit den Upgrades zu neuen 5G-Smartphones ebenfalls die Menge der verbauten Speicherchips erhöht.

Prognose nach oben geschraubt

Entsprechend optimistisch zeigt sich auch die Konzernführung: Für das laufende zweite Quartal stellt Micron Technology einen Umsatz von 7,3 bis 7,7 Milliarden Dollar in Aussicht. Das sind bis zu 400 Millionen Dollar mehr als bislang von Analysten erwartet wurde. Am Ende soll ein Gewinn von 1,85 bis 2,10 Dollar je Aktie hängenbleiben.