Orakel von Omaha kauft weitere Occidental Petroleum-Aktien

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Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Occidental Petroleum

Beim US-Öl-Konzern Occidental Petroleum hat Warren Buffett weiter nachgelegt. Das sogenannte Orakel von Omaha hat seien Position um 10,345 Millionen Aktien aufgestockt. Bei Kaufkursen zwischen 55,27 und 55,49 Dollar musste der Star-Investor für die Zukäufe in Summe über 572 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Inzwischen hält Warren Buffett mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway 153,50 Millionen Aktien des Öl-Unternehmens. Das sind über 16% aller Stimmrechte des Konzerns.

Occidental Petroleum ist ein international tätiges US-amerikanisches Unternehmen, das auf dem Gebiet der Exploration und Förderung von Erdöl und Erdgas tätig ist. Im ersten Quartal steigerte der Konzern seine Umsätze deutlich um 57% auf 8,34 Milliarden Dollar. Unter dem Strich erzielte der Rohstoffkonzern einen Nettogewinn von 4,87 Milliarden Dollar, was einer Gewinnmarge von 58% entspricht.

Enviva

Bei Holz-Konzern Enviva kam es zuletzt zu kumulierten Aktienkäufen von mehreren Firmeninsidern. Sowohl der Finanzvorstand Shai Even, als auch der Vorstand John Keppler und der President Thomas Meth waren auf der Käuferseite unterwegs. In Summe erwarben die Manager 29.322 Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 58,85 und 60,57 Dollar betrug der gesamte Wert der Käufer über 1,75 Millionen Dollar.

Enviva produziert und vertreibt Holzpellets in Nutzwertqualität. Die Produkte des Unternehmens werden als Ersatz für Kohle bei der Stromerzeugung und in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen eingesetzt. Die Firma beliefert Stromerzeuger im Vereinigten Königreich, in Europa und in Japan. Im zurückliegenden Quartal erwirtschaftete der Konzern bei einem Umsatz von 233 Millionen Dollar einen Verlust in Höhe von 92 Millionen Dollar.

Davita

Die Aktie des Fresenius-Rivalen Davita stand zuletzt deutlich unter Druck. Seit dem Jahreswechsel rutschten die Papiere mehr als 30% in den Keller. Ein Teil des Kursrutsches war auf ein Gerichtsurteil zurückzuführen. Der Supreme Court  hatte mit einem Urteil Hoffnungen auf höhere Erlöse mit bestimmten Dialysediensten in den USA durch Davita -zunichte gemacht. Das oberste Gericht der Vereinigten Staaten schlug sich in einem Fall um die Höhe der Kostenerstattungen für bestimmte Dialysepatienten auf die Seite eines US-Krankenhauses

DaVita bietet Nierendialysedienstleistungen für Patienten an, die an chronischem Nierenversagen leiden. Zum 31. Dezember 2021 erbrachte das Unternehmen Dialyse- und Verwaltungsdienstleistungen in den USA über ein Netz von 2.815 ambulanten Dialysezentren, die etwa 203.100 Patienten versorgen, und betrieb 339 ambulante Dialysezentren in 10 Ländern außerhalb der USA, die etwa 39.900 Patienten versorgen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen akutstationäre Dialysedienstleistungen in etwa 850 Krankenhäusern und damit verbundene Labordienstleistungen in den Vereinigten Staaten an.

Im ersten Quartal stand bei Davita ein Umsatz von 2,81 Milliarden Dollar und ein Gewinn von 162 Millionen Dollar in den Büchern.