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PlayStation-Hersteller Sony übernimmt Bungie Studios für 3,6 Mrd. Dollar

PlayStation-Hersteller Sony übernimmt Bungie Studios für 3,6 Mrd. Dollar
solarseven / Shutterstock.com
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Der Computerspiele-Markt wird aktuell von einer riesigen Übernahmewelle überrollt. Nach den spektakulären Übernahmen von Zynga durch den Mitbewerber Take-Two Interactive sowie Activision Blizzard durch Microsoft hat jetzt auch der japanische PlayStation-Hersteller Sony zugeschlagen.

So gab die in den USA ansässige Sony-Tochter Sony Interactive Entertainment LLC gestern bekannt, dass sie eine Übernahmevereinbarung mit dem US-amerikanischen Videospielestudio Bungie, Inc. abgeschlossen hat. Für die Übernahme des in Bellevue/Bundesstaat Washington ansässigen Spieleentwicklers legt Sony stolze 3,6 Mrd. US-Dollar (USD) auf den Tisch.

Kurios: Bungie war gleich mehrfach mit Microsoft verbandelt

Das Besondere an dem Deal ist, dass das Videospielstudio Bungie in mehrerlei Hinsicht mit dem Sony Mitbewerber Microsoft verbandelt ist. So war das 1991 gegründete US-Unternehmen sogar zwischen 2000 bis 2007 im Besitz von Microsoft.

Für die Microsoft-Spielkonsole X-Box entwickelte Bungie seinerzeit die Ego-Shooter-Spieleserie Halo. Übrigens: Ego-Shooter sind im Volksmund auch als „Ballerspiele“ bekannt. 2007 trennte sich Bungie wieder von Microsoft, wobei der X-Box-Betreiber auch weiterhin Anteile an der nicht börsennotierten Bungie Corporation behielt.

Im April 2010 teilte Bungie mit, dass es eine Vertriebspartnerschaft mit dem kalifornischen Spieleentwickler Activision Blizzard vereinbart hat. Diese Partnerschaft wurde Anfang 2019 beendet. Der Clou an er Sache: Bei Activision Blizzard handelt es sich um das Unternehmen, das gerade für 69 Mrd. USD von Microsoft übernommen wurde.

Ungewöhnlicher Übernahme Deal für Sony

Sony hat in seiner bisherigen Übernahmestrategie vor allem durch Zukäufe von kleineren Spieleentwicklern gesetzt, mit denen der Playstation-Konzern auch schon vor der Übernahme zusammengearbeitet hat.

So legten die Japaner für die im vergangenen Jahr getätigten Übernahmen der US-amerikanischen Valkyrie Entertainment, des finnischen Studios Housemarque, des britischen Spieleentwicklers Firesprite, der niederländische Nixxes Software BV sowie der US-amerikanischen Bluepoint Games Beträge im zwei- bis maximal dreistelligen Millionen-Bereich auf den Tisch. Bei der aktuellen Übernahme geht es um ein Vielfaches.

Sony will Portfolio und Kundenstamm ausbauen

Eine Hauptmotivation für die Übernahme von Bungie waren sicherlich die unterschiedlichen Spiele, die von Bungie entwickelt und am Markt platziert werden konnten. Der CEO von Sony Interactive, Jim Ryan betont aber auch, dass der große Kundenstamm bzw. die Community von Bungie ein Grund für den Deal ist:

„Diese [Übernahme] ist ein wichtiger Schritt in unserer Strategie, die Reichweite von PlayStation um ein breiteres Publikum zu erweitern. Wir wissen, wie wichtig die Community von Bungie für das Studio ist, und wir freuen uns darauf, sie zu unterstützen.“

Wie es weitergeht

Sony machte in seiner Pressemitteilung deutlich, dass Bungie auch nach der Übernahme weitgehend unabhängig agieren und eigene Spiele veröffentlichen kann. Eine vollständige Einbindung der Bungie-Spiele in die Playstation-Welt, wie es viele Insider vermutet haben, scheint damit vom Tisch zu sein.

Die Übernahme muss noch von den zuständigen Aufsichtsbehörden genehmigt werden. Darüber, wann die Transaktion voraussichtlich abgeschlossen werden wird, wurde nichts mitgeteilt.