Sell on good news: Adobe Systems-Aktie trotz starker Zahlen im Minus

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Sell on good news: Adobe Systems-Aktie trotz starker Zahlen im Minus. Softwareanbieter kann mit solider Prognose punkten (Foto: jejim / shutterstock.com)

Wer dachte, dass der US-Softwarekonzern Adobe Systems langsam an seine Wachstumsgrenzen stößt, wurde gerade eindrucksvoll eines Besseren belehrt. Auch im abgelaufenen Quartal erzielte der Konzern Zuwachsraten, die über den Analystenerwartungen lagen. Zumal alle Geschäftsbereiche zur starken Entwicklung  beitrugen. Dass die Aktie dennoch nachgab, war wohl vor allem auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen. Mit einem Kursplus von rund 30% entwickelten sich die Papiere im Börsenjahr 2021 deutlich besser als der Gesamtmarkt.

Adobe Systems – feste Größe in der Softwareindustrie

Aus der Softwareindustrie ist Adobe Systems kaum mehr wegzudenken. Der Konzern bietet Software, mit deren Hilfe Kunden digitale Inhalte erstellen, veröffentlichen und die Wirkung messen können. Zum Angebot gehören Grafik- und Bildbearbeitungsprogramme, Audio- und Videoschnittsysteme und Webanalyse-Tools. Einige der bekanntesten Produkte sind Photoshop, Acrobat, Flash und Dreamweaver. Die Software von Adobe Systems Inc. wird an Hardwarehersteller, Softwareentwickler und Dienstleister sowie an Individualkunden und die Werbeindustrie geliefert. Die integrierten Softwarelösungen werden von Unternehmen aller Größen eingesetzt.

Langfristig beeindruckende Erfolgsgeschichte

In den vergangen Jahren ist der Konzern stark gewachsen. Seit 2006 haben sich die Umsätze auf 12,86 Milliarden Dollar verfünffacht. Gleichzeitig sind die Gewinne sogar um 940% auf 5,26 Milliarden Dollar angestiegen. Auch beim Börsenwert, der mittlerweile 311 Milliarden Dollar liegt, ist Adobe keine kleine Nummer mehr.

Umstellung auf Cloud-Geschäftsmodell sorgt für sprudelnde Gewinne

Seit dem Jahr 2013 ist Adobe sehr erfolgreich auf das cloudbasierte Geschäftsmodell umgestiegen. Das bedeutet, dass die Software nicht mehr verkauft, sondern langfristig vermietet wird. Der Konzern vertreibt also Abonnements an seine Kunden und kann sich über wiederkehrende und langfristig gewinnträchtigere Einnahmen freuen. Dadurch konnte die Gewinnmarge in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert werden. Lag die Gewinnmarge (Nettogewinn in Relation zum Umsatz) in 2014 bei 6,47%, erzielte Adobe 2020 eine beeindruckend hohe Gewinnspanne von 40,88%.

22% Umsatzwachstum im zurückliegenden Quartal

Die hohe Wachstumsdynamik der vergangenen Jahre hielt auch zuletzt weiter an. Im dritten Quartal, das bei Adobe bis Ende August ging, erhöhten sich die Umsätze um 22% auf 3,94 Milliarden Dollar.  Davon entfielen 2,87 Milliarden auf das Geschäftsfeld Digital Media (+23,8% vs. Vorjahr), das unter anderem die Creative Cloud und Desktop Apps wie Photoshop und InDesign umfasst.

Der Sektor Digital Experience mit Angeboten wie Adobe Analytics und Marketo Engage steuerte 985 Millionen Dollar (+23% vs. Vorjahr) und damit 25% zu den Gesamtumsätzen bei.

Gewinn deutlich über Analystenschätzungen

Am Ende stand ein Gewinn 1,21 Milliarden Dollar beziehungsweise 2,54 Dollar je Aktie in den Büchern. Das lag nicht nur deutlich um 27% über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahresquartals, sondern auch signifikant über den Erwartungen der Analysten. Diese waren im Vorfeld der Zahlen lediglich von einem Gewinn je Aktie von 2,29 Dollar ausgegangen.

Jahresprognose überzeugt – Wachstumsstory weiter intakt

Nach dem starken Verlauf zeigen sich Kalifornier auch für das laufende vierte Quartal zuversichtlich: Adeobe-Firmenboss Shantanu Narayen stellt einen Umsatz von 4,07 Milliarden Dollar in Aussicht. Das entspricht einem Umsatzwachstum von mindestens 18%. Gleichzeitig soll der Gewinnen je Aktie auf 3,08 Dollar ansteigen.

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An der Software von Microsoft und Adobe Systems führt kaum ein Weg vorbeiMicrosoft und Adobe Systems generieren mit ihren Geschäftsmodellen einen hohen Cashflow, von dem andere Unternehmen nur träumen können. › mehr lesen


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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