ServiceNow: Kein Schnäppchen, aber den Aufpreis wert

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Beim Cloud-Anbieter ServiceNow brummen die Geschäfte. Die Aktie ist zwar teuer, aber ihren Premium-Preis wert. (Foto: josefkubes / shutterstock.com)

Cloud-Aktien zählen zu den großen Gewinnern der Corona-Pandemie, profitieren die entsprechenden Unternehmen doch meist enorm vom dadurch bedingten Digitalisierungsschub. ServiceNow macht da keine Ausnahme. Dank hoher Wachstumsraten kletterte die Aktie zuletzt von einem neuen Hoch aufs andere. Das spiegelt sich in einer ambitionierten Bewertung wider, was jedoch nicht heißen muss, dass der Aktienkurs nicht weitersteigen kann.

Unternehmensportrait

Der US-Konzern mit Sitz in Santa Clara, Kalifornien, bietet seinen (Unternehmens-)Kunden eine Internet-basierte einheitliche Plattform zur Steuerung, Überwachung und Optimierung ihrer IT-Infrastruktur an. Damit sind Unternehmen in der Lage, einen Großteil ihrer Routinetätigkeiten in diesem Bereich zu automatisieren und so effizienter zu arbeiten.

Dank umfangreicher Analysewerkzeuge werden dabei Kostensenkungspotenziale aufgedeckt. In diesem Bereich schafft es das Unternehmen sogar, gegen größere Konkurrenten wie IBM, HP und SAP Marktanteile zu gewinnen. ServiceNow wird seit Anfang des vergangenen Jahres vom ehemaligen SAP-Chef Bill McDermott geleitet.

Anhaltend hohes Wachstum im zweiten Quartal

ServiceNow übertrifft die Analystenerwartungen in beeindruckender Regelmäßigkeit – so auch im zweiten Quartal 2021: Das Unternehmen meldete einen Umsatz von 1,41 Mrd. US-Dollar (+32%) und einen Gewinn pro Aktie von 1,42 US-Dollar (+15%). Damit lag der Umsatz leicht und der Gewinn deutlich über den Prognosen.

Als kleines Sahnehäubchen gab es für die Anleger noch eine Erhöhung der Umsatz-Jahresprognose: Hier erwartet Ihr Depotwert nun 5,53 bis 5,54 Mrd. US-Dollar.

Corona- und Digitalisierungs-Profiteur

Keine Frage: ServiceNow profitiert enorm von dem durch die Pandemie ausgelösten Digitalisierungsschub. Zahlreiche Unternehmen befinden sich gerade in einem digitalen Transformationsprozess. Home Office und Cloud gewinnen dabei weiter an Bedeutung.

Hier kommt ServiceNow ins Spiel: Der Konzern unterstützt seine Unternehmenskunden bei der Automatisierung von Geschäftsprozessen, vor allem bei Routinetätigkeiten. Die Cloud-basierte Software ermöglicht sicheren Zugriff von jedem Ort zu jeder Zeit. ServiceNow ermöglicht seinen Unternehmenskunden eine optimale Digitalisierung und zählt zu den größten Gewinnern des, durch die Corona-Pandemie, beschleunigten Digitalisierungs-Booms.

Kein Schnäppchen, aber den Bewertungsaufschlag wert

Die Aktie von ServiceNow ist alles andere als ein Schnäppchen. Nachdem die Aktie seit Anfang Juni rund ein Drittel an Wert zugelegt hat, wird sie inzwischen mit dem über 100-Fachen des für das laufende Jahr erwarteten Gewinns und mit dem 21-Fachen des für 2021 prognostizierten Umsatzes bewertet.

Aber in Anbetracht der hohen Qualität des Produkts, der Krisenresistenz des Geschäftsmodells sowie der anhaltend hohe Wachstumsraten halte ich einen deutlichen Bewertungsaufschlag für berechtigt. Solange ServiceNow das immens hohe Wachstumstempo halten kann – und derzeit spricht einiges dafür – dürfte die Erfolgsgeschichte der Aktie weitergehen. Daher ist die Aktie auf jeden Fall einen näheren Blick wert.

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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