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Heiße Börsen: Bereit für eine Abkühlung?

Inhaltsverzeichnis

Noch einmal kurz hoch, bevor es dann nächste Woche wieder runter geht? So könnte es nach Meinung einiger Trader laufen. Andere sagen: „Das ist die beste Rezession! Wir gehen jetzt all-in!“ Da wäre ich allerdings etwas vorsichtig.

Dieselben, die nämlich jetzt ins Bullenlager gewechselt haben und weiter steigende Kurse erwarten, haben auch beim letzten Hoch im Herbst noch eingekauft.

Wer Bitcoin bei 69.000 US-Dollar eingesammelt hat, ging auch noch im S&P 500 bei 4.800 Punkten long. Ähnliches Sentiment erleben wir jetzt wieder.

Deshalb verstehe ich definitiv das Lager der Trader, die jetzt vorsichtig werden. Wir hatten eine schöne Rallye und jetzt darf man auch Gewinne mitnehmen. Ether ist seit dem Tief bei 880 US-Dollar bereits wieder um fast 120 Prozent gestiegen.

Twitter im Tageschart

Die Aktie von Twitter ist jetzt charttechnisch in einem Bereich, wo es auf jeden Fall Verkaufsdruck geben kann. Meinen Trade beende ich deshalb vorsichtshalber. Einkaufskurs war 0,61 Euro beim Hebelzertifikat. Für 1,10 Euro konnte ich es verkaufen. Die 80 Prozent Gewinn nehme ich auch gerne mit.

Laut dem Descending Broadening Wedge müsste Twitter noch etwa um 1,60 US-Dollar weitersteigen. Aber das darf es auch gerne ohne mich. Dafür ist mir der Markt insgesamt zu heiß gelaufen. Sollte ab nächster Woche wirklich die Windrichtung drehen, wird Twitter kaum alleine steigen können.

(Quelle: Tradingview.com)

Rohöl unter der EMA 200

Das kommt immer einmal wieder vor. Auch wenn die Bullen das Ruder langfristig in der Hand haben. Dennoch sehen wir jetzt sowohl bei WTI, als auch beim Brent, dass die Kurse kurz unter die EMA 200 gelaufen sind im Tageschart.

Diese Tatsache alleine ist noch kein Grund für einen Trendwechsel. Im Dezember 2021 hatten wir das auch als die Kurse bei 65 US-Dollar standen. Danach kam trotzdem noch eine Verdoppelung. Allerdings gibt es andere Anzeichen, die wesentlich aussagekräftiger sind! Wir haben neue Tiefs gemacht! Das war nämlich Ende letzten Jahres nicht der Fall.

Es passt auch zum übergeordneten Bild, wenn WTI von 122 auf 87 US-Dollar fällt. Schließlich sind die Aktienmärkte in den letzten Wochen wieder angestiegen. Das geht leichter, wenn keine Höchstpreise im Öl als Damoklesschwert über den Charts kreisen.

DAX fast im Soll

Bei 13.878 Punkten liegt das 38,2er Fibonacci Retracement der großen Abwärtsbewegung. Es wäre nicht unüblich, wenn die Kurse bis dahin laufen und dann die Abwärtsbewegung fortsetzen. Als Ziel für eine Zwischenerholung passt das auf jeden Fall.

Dazu fehlen aktuell noch etwa 80 Punkte. Die können am Montag noch kommen – oder außerbörslich – oder gar nicht. Es ist keine Pflicht. Letztlich ist der DAX auch an einem Punkt angekommen, an dem die Kurse jetzt wieder ausatmen könnten.

Und nachdem der VIX heute auch noch um 4 Prozent fällt, während der DAX fast 1 Prozent steigt, ist ein Short-Optionsschein ein bisschen verlockend. Richtiger ist es natürlich, wenn wir auf neue Tiefs warten. Denn noch gibt es kein Signal, das besagt, dass die Kurse jetzt umdrehen müssen. Die Rallye kann wirklich noch weitergehen. Darüber würden sich meine roten Tech-Aktien im Depot auch durchaus freuen. Ich bin jetzt definitiv kein Bär. Allerdings bin ich mir bewusst, dass wir vielleicht schon auf der letzte Rille die Rallye feiern.

Als kleinen Zock habe ich trotzdem heute einen Short OS auf den DAX gekauft mit Laufzeit Mitte 2023 und Basispreis 11.800 Punkten. Preis pro Stück 4,95 Euro. Am 14. Juli – als der DAX bei 12.500 Punkten stand, kostete ein Schein 8,84 Euro. Der Hebel ist also recht überschaubar. Schließlich lag der DAX damals 1.300 Punkte südlicher als aktuell. Es muss also wirklich noch eine deutliche Strecke nach unten kommen, damit da Schein richtig Freude bereitet. Als Absicherung für das Depot – eventuell auch erst nach den Zwischenwahlen in den USA – bin ich damit aber zufrieden.