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Twitter-Aktie: Elon Musk zögert mit Übernahme

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Wahrscheinlich sind auch Sie von der jetzt schon länger anhaltenden sehr unruhigen Börsenphase genervt. Auf Grund der unsicheren Wirtschaftsaussichten wegen steigender Zinsen und anziehenden Preisen kam es zuletzt zu einer Ausverkaufsstimmung vor allem bei den Technologiewerten. Eigentlich sollten jetzt – bei diesen zum Teil sehr günstigen Preisen –Übernahmefantasien einsetzen – doch diese gibt es nur in Einzelfällen, wie zuletzt bei Twitter.

Übernahmeangebote werden flexibler

Es gab Zeiten, an denen ein Übernahmeangebot für ein Unternehmen abgegeben wurde und die Aktionäre die Wahl hatten, diesem Angebot zuzustimmen oder abzulehnen. Dabei orientierte sich der Aktienpreis sehr schnell an der Höhe des Übernahmeangebots und sorgte für überwiegend zufriedene Gesichter bei den Anlegern.

Doch diese Zeiten sind vorüber, wie das Geschehen rund um Twitter zeigt: Bereits im April äußerte der Tesla Chef Elon Musk Interesse am Unternehmen, und hob das Potenzial von Twitter hervor. Diesbezüglich gab er ein Angebot von mehr als 54 US-Dollar je Twitter-Aktie ab und alles schien nur noch eine Frage von Wochen zu sein, bis diese Übernahme dann in trockenen Tüchern ist.

Elon Musk zögert bei Twitter

Allerdings haben die Anleger diesbezüglich die Rechnung ohne Musk gemacht. Denn es dauerte nicht lange, bis Musk kritisierte, dass die Anzahl der vom Vorstand genannten Twitter-Accounts zu hoch angesetzt sei und es sich hierbei um viele Fake-Konten handelt.

Aus diesem Grund wurde der Kauf des Kurznachrichtenportals erst einmal auf Eis gelegt und die Anleger verkauften daher aus diesem Grund ihre Aktien. Die Fantasie war aus dem Markt und wirtschaftlich geht es Twitter ohnehin nicht gut. In Verbindung mit steigenden Zinsen ist auch keine Aufhellung der Geschäftstätigkeit in Sicht.

Neue Hoffnung für Anleger?

Doch in dieser Woche gab es wieder ein Hoffnungszeichen: Der Verwaltungsrat von Twitter hält an dem Plan fest, den US-Kurznachrichtendienst für insgesamt rund 44 Milliarden Dollar (aktuell rund 41,8 Mrd. Euro) an Elon Musk zu verkaufen.

Die Statements von Musk spielen dabei keine Rolle, da das Kontrollgremium der Ansicht ist, dass die getroffene Vereinbarung nicht einseitig beendet werden kann. Dabei zeigt sich das Unternehmen entschlossen, den Verkauf zu den ursprünglichen Konditionen durchzusetzen.

Musk verwies bei einem Konferenz-Interview am Dienstag darauf, dass er noch die Finanzierung für den Deal abschließend in trockene Tücher bringen und die Zustimmung der Mehrheit der Twitter-Aktionäre für die Übernahme bekommen müsse. Inzwischen hält er schon rund 9% des Unternehmens.

Twitter-Aktie ist ein heißes Eisen

Auch wenn es derzeit wieder Signale gibt, die in Richtung einer möglichen Übernahme gehen, sollten Sie sich zurückhalten. Natürlich wäre es schön, innerhalb von kurzer Zeit einen deutlichen Gewinn im zweistelligen Prozentbereich zu erzielen. Dies wäre dann möglich, wenn Musk tatsächlich an seinem Ursprungsangebot festhält. Doch diesbezüglich ist weiterhin Skepsis angebracht. Platzt die Übernahme, dürfte der Twitter-Aktienkurs deutlich nachgeben.