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Wacker Neuson: Spannende Situation

Inhaltsverzeichnis

Während die Berichtssaison in den USA bereits größtenteils erledigt ist, läuft sie hierzulande auf vollen Touren. In diesen Tagen öffnen auch viele Unternehmen aus der zweiten Reihe ihre Bücher.

Gestern präsentierte Wacker Neuson sein Zahlenwerk. Der Baumaschinenhersteller konnte mit seinen Ergebnissen überzeugen und hob die Prognose für das Gesamtjahr an. Die Aktie befindet sich in einer spannenden Ausgangslage. Die Chancen für weitere Kurssteigerungen stehen gut.

Wacker Neuson: Führender Baumaschinenhersteller

Falls Sie Wacker Neuson nicht kennen, möchte ich Ihnen das Unternehmen zunächst kurz vorstellen. Die bereits 1848 als Schmiede gegründete Firma ist ein weltweit führender Hersteller von Baumaschinen und -geräten. Das Angebot reicht von der Entwicklung und der Produktion über den Vertrieb und die Vermietung bis hin zur Reparatur und Wartung von hochwertigen Baumaschinen.

Die Kunden kommen aus dem Bauhauptgewerbe, dem Garten- und Landschaftsbau, der Landwirtschaft, den Kommunen und der Recyclingbranche sowie Bahnbetrieben und Industrieunternehmen. Das Geschäft gliedert sich in drei Bereiche: Baugeräte (Light Equipment), Kompakt-Baumaschinen (Compact Equipment) und Dienstleistungen.

Prognose angehoben

Als Hersteller von Baumaschinen profitiert Wacker Neuson von der konjunkturellen Erholung. Zu Jahresbeginn hatten sich die Kunden mit neuen Investitionen teilweise noch zurückgehalten. Inzwischen läuft es aber rund. Vor allem in Europa und der Region Asien-Pazifik zogen die Erlöse kräftig an. In Australien beispielsweise wurde der Umsatz im zweiten Quartal mehr als verdoppelt. Insgesamt wuchsen die Erlöse um 28% auf gut 494 Mio. Euro.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde gegenüber dem Vorjahr von 21,5 Mio. Euro auf 56,5 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Unter dem Strich verdiente Wacker Neuson 40,9 Mio. Euro und damit mehr als dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Dank der erfreulichen Entwicklung zeigt sich das Management für das Gesamtjahr optimistischer als bisher. Für Umsatz und Gewinn wurde jeweils das untere Ende der Prognosespanne angehoben. Der Konzern rechnet jetzt mit einem Umsatzanstieg um bis zu 13% auf 1,75 bis 1,80 Mrd. Euro und einer EBIT-Gewinnmarge zwischen 8,75 und 9,50%.

Aufwärtstrend vor der Fortsetzung

Nach einem positiven Handelsstart rutschte die Wacker-Neuson-Aktie nach der Zahlenvorlage gestern zwischenzeitlich etwas deutlicher ins Minus, konnte die Einbußen bis zum Handelsende aber wieder fast vollständig wettmachen und ging über dem markanten Erholungshoch vom April 2019 (25,58 Euro) in den Feierabend.

Damit befindet sich der SDAX-Titel in einer äußerst spannenden Ausgangslage. Kann sich der Kurs über dem 2019er-Hoch etablieren, könnte es sich lohnen, auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends zu setzen. Auf mittlere Sicht wäre dann der Weg frei bis zum Allzeithoch, das im Januar 2018 bei knapp 34 Euro erreicht worden war.