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Zebra Technologies-Aktie setzt nach schwachem Ausblick Korrekturbewegung weiter fort

Inhaltsverzeichnis

Das Schlagwort Künstliche Intelligenz (kurz KI) ist in aller Munde und hat in den letzten Jahren bei einigen Aktien für zum Teil spektakuläre Kursbewegungen gesorgt. Auch die Papiere des US-Konzerns Zebra Technologies konnten von dieser Euphorie profitieren. Trotz des jüngsten Kursrücksetzers von mehr als 25% summiert sich das Kursplus auf Sicht der letzten fünf Jahre auf beinahe 420%.

Zebra Technologies: Der Spezialist für Datenerfassung- und verarbeitung

Auch wenn die Firma hierzulande eher unbekannt sein dürfte, Zebra Technologies ist beileibe kein Startup mehr. Das Unternehmen wurde bereits im Jahr 1969 gegründet und beschäftigt inzwischen über 8.200 Mitarbeiter. Die in Illinois ansässige Gesellschaft ist auf die Herstellung von Barcode-Druck- und Lesetechnologien spezialisiert.

Die Firma ist auch ein Anbieter von Enterprise Asset Intelligence und stellt Anwendungen zur Kontrolle von Maschinen und Arbeitsprozessen her. Beispiele von diesen Produkten und Arbeitsprozessen sind Datenfassungssysteme wie Drucker, Barcode Scanner sowie auch Echtzeit-Ortungssysteme und Radiofrequenz-Überwachungsmodule.

Datenverfügbarkeit treibt Automatisierung voran

Dabei profitiert Zebra Technologies von der Automatisierungswelle, die quer durch zahlreiche Industrien rollt. Die zunehmende Verbreitung von IT und internetbasierter Automatisierung in Einzelhandel, Logistik und Produktion bedeutet, dass immer mehr Daten erfasst und analysiert werden müssen. Hier kommen Zebras Produkte ins Spiel.

Die mobilen Computer und RFID (Radiowellen-Identifikations)-Geräte erfassen in Echtzeit jede Menge Daten, was Unternehmen dabei hilft, ihre Roboter zu überwachen und die Produktivität zu steigern. Das geht so weit, dass sogar Spieler in der National Football League (NFL) mit RFID-Tags ausgestattet sind, um ihre Leistung in Echtzeit zu überwachen.

Kräftiges Wachstum in den letzten Jahren

Mit seiner Positionierung konnte der US-Konzern in den zurückliegenden Jahren beachtliche Zuwachsraten erreichen. Seit 2014 kletterte der Umsatz von 1,67 Milliarden Dollar auf 5,62 Milliarden Dollar in 2021. Zeitglich verbesserte sich der Gewinn von 32 auf 837 Millionen Dollar.

Schlussquartal über den Erwartungen

Im Schlussquartal gingen bei dem US-Konzern Umsätze von 1,47 Milliarden Dollar durch die Bücher. Das war ein Plus von 12,2% und lag minimal um 10 Millionen Dollar über den Erwartungen der Analysten. Am Ende blieb ein bereinigter Gewinn von 245 Millionen Dollar beziehungsweise 4,54 Dollar je Aktie übrig. Damit konnte die Analystenprognose um 14 Cent übertroffen werden.

Lieferkettenprobleme sorgen für Bremseffekte

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzplus zwischen 3 und 7%. Die bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll zwischen 23 und 24% (2021: 23%) liegen. Dabei sorgen anhaltende Lieferprobleme ebenso zu Belastungen wie erhöhte Transportkosten, die mit 140 bis 160 Millionen Dollar an Mehrkosten negativ zu Buche schlagen.

In einer ersten Reaktion zeigten sich die Anleger enttäuscht und trennten sich von der Aktie. Derzeit wird die Aktie mit dem 22-Fachen der für 2022 erwarteten Gewinne an der Börse gehandelt. Der Börsenwert hat sich durch den deutlichen Rücksetzer auf mittlerweile 23 Milliarden Dollar reduziert. Vor dem Hintergrund der derzeit nachlassenden Wachstumsdynamik scheint das den Investoren aber noch nicht günstig genug zu sein.