Hortonworks – Die Daten-Elefanten starten durch

Hadoop ist schon länger eine gern gewählte Option für das Management unstrukturierter Big Data-Pakete. Dem Initiator der Open Source-Plattform soll es nun aber richtig auf die Sprünge helfen. Das Wachstum von Hortonworks zieht an, die Verluste werden geringer. Jetzt startet das Nasdaq-gelistete Unternehmen eine neue Initiative zum Datenmanagement mit IBM und Red Hat. Im Gevestor-Gespräch verriet Hortonworks CEO Rob Barden, wie es weitergehen soll.

 

Hortonworks hat jüngst Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht. Und die zeigten einen bemerkenswerten Anstieg sowohl in Umsatz als auch im Gewinn. Das hatte einen Grund, denn zuvor war das Update der Hortonworks Dataplattform 3.0 herausgebracht worden. Diese erlaubt den Kunden hybride Architekturen, also die Verknüpfung unterschiedlicher Systeme, für das Big-Data-Management zu nutzen. Was aber macht dieses Lösungen so wichtig?

Was wir gerade sehen können, ist, dass die Kunden mehr Plattformen von uns haben, um eben auch mehr Daten einspeisen und verwalten zu können. Und das macht ihre Geschäftsmodelle schneller, so dass sie vernetzte Einheiten schaffen zwischen ihrem Produkt, den Kunden und der gesamten Zulieferkette. Und die Hortonworks Datenplattform erlaubt es, die Nutzen zu verstärken in dem alle Datentypen über die Prozesse hinweg eingebracht werden und auf der Plattform verbleiben. Mit dieser können Sie Datenströme über den effizientesten Kanal, die am besten passende Architektur lenken. Sei es vor Ort, einer privaten Cloud oder mehreren öffentlichen Clouds. Das gibt uns vielfältige Ansatzpunkte, um Wert für unsere Kunden generieren. Und natürlich sehen wir, wie sie unsere Plattformen nutzen, ihre Wertschöpfung darüber läuft. Und wir sehen den Nutzen dieses Hebels für uns aus den steigenden Umsätzen.

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Das klingt großartig. Ich glaube jeder Entscheider wird zustimmen, wie wichtig die Nutzung von Daten ganz allgemein ist. Betrachtet man aber kleine und mittlere Unternehmen, bekommt man das Gefühl, die sind überwältigt, überfordert, haben Schwierigkeiten, ihren eigenen Weg in die digitale Welt zu finden. Ist die Entwicklung zu schnell, oder gibt es Möglichkeiten, die sie vielleicht nicht sehen, um neue Technologien zu adaptieren und so im Rennen zu bleiben?

Das haben Sie gut beschrieben. Big Data kann eine immense Komplexität bedeuten. Und kleine und mittlere Unternehmen haben nicht die hochspezialisierten Kapazitäten und können daher von der Komplexität des Themas überrollt werden. Sie sehen durchaus, den Nutzen, den sie daraus ziehen könnten. Sie sehen den Mehrwert in der Transformation ihres Geschäftsmodells. Aber ihnen fehlen die Ressourcen, dieses Potenzial zu heben. Das ist es, worauf wir uns konzentrieren: Big Data einfach nutzbar zu machen. Und wir haben mit der erwähnten Plattform Hortonworks Data platform 3.0 einge große Schritte in diese Richtung gemacht, hinsichtlich der Containerisierung – also Verknüpfung der Daten – und wie diese Hebel zu konkreten Anwendungen werden können, unsere Data Plane Services. Data Plane Services sind unsere Nutzerschnittstellen. Sie erlauben es, die Daten dort zu platzieren, wo die jeweilige Infrastruktur am besten mit ihnen arbeite – in öffentlichen Clouds, vor Ort, in privaten Clouds. Unser Job ist es, die Technologie dafür zu entwickeln, dass jede Firma – auch solche ohne spezielle Fachkräfte – Große Datenmengen verarbeiten kann. Es gibt da diesen alten Spruch: je einfacher eine Technologie ist, desto kraftvoller sollte sie sein.

Damit verbunden die Frage: Sie haben gerade eine neue Open-Source-Initiative verkündet und haben sich dafür mit IBM und Red Hat zusammengetan – zwei wirklich großen in der Branche. Und wie bei der Hortonworks Data Platform 3.0 zielen Sie auf die Verbesserung der Nutzbarkeit großer Datenmengen über unterschiedliche Architekturen hinweg. Das klingt wie eine Fortsetzung dessen, was Sie im zweiten Geschäftsquartal gemacht haben. Wie sieht Ihre Zielsetzung für Q3 aus?

Die Initiative, die Sie ansprechen ist die Open Hybrid Architecture. Die Ankündigung gemeinsam mit IBM und Red Hat war ein erster Abschub in diese Richtung. Was wir gemacht haben? Wir haben die Red Hat-Plattformen Kybernetes und Open Shift zur Daten-Containerisierung adaptiert und für unsere Hortonworks Daten Plattform 3.0 nutzbar gemacht. Wir haben also HDP 3.0 gemeinsam optimiert, so dass die Anwendungen jetzt auf Open Shift und in der Private Cloud von IBM laufen. Und wir haben eine enorme Resonanz von unseren Kunden, die viele, viele Möglichkeiten sehen, diese Referenzarchitektur einzusetzen, auszubauen und für extrem hochwertige Anwendungen zu nutzen, so dass über die Skalierung der Mehrwert sehr sehr schnell zurückkommt.

Marcus Schult
Von: Marcus Schult. Über den Autor

Finanzen sind sein Leben: Mit dem richtigen Gespür für Wirtschaft- und Finanzthemen ausgestattet liefert der ehemalige ARD-Mann das richtige Know-How.