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BioNTech Aktie: von Mainz in die ganze Welt

BioNTech Aktie: von Mainz in die ganze Welt
Marcus Krauss - stock.adobe.com
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Dass Mainz ein Unternehmen von Weltrang herausbringt, war bis vor einigen Jahren undenkbar. Doch schon damals galt Mainz als Wissens-Standort. Das hat sich spätestens seit dem Erfolg von BioNTech ausgezahlt. Doch wie sieht die Aktie „unter der Haube“ aus? Wir haben für Sie den Check gemacht und tauchen in unserer Erst-Analyse ganz tief ins Zahlenwerk ein. Zuvor aber ein Kurzportrait des Unternehmens.

Der Biotechnologie-Konzern mit Sitz in Mainz wurde durch die Entwicklung des Covid-19-Impfstoffes Comirnaty bekannt. Mit Hilfe von mRNA sollen mit den durch den Impfstoff erwirtschafteten Gewinnen künftig Medikamente zur Behandlung von Krebs, Infektionskrankheiten und als Proteinersatztherapie zur Behandlung seltener Krankheiten entwickelt werden.

Diese Zahlen überzeugen uns alle

BioNTech ist mit dem Impfstoff Comirnaty eine Weltsensation gelungen. Als erstes Unternehmen schaffte es das Unternehmen, einen mRNA-Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln. In den ersten 9 Monaten verhalf der Impfstoff dem Konzern zu einem Umsatz von 13,4 Mrd €. Der größte Teil des Umsatzes aus Forschung & Entwicklung (F&E) stammt aus Partnerschaften. Mit Pfizer, dem Partner, der die Vermarktung für Comirnaty zu Beginn übernahm, besteht eine Partnerschaft zur Erforschung eines neuen Grippeimpfstoffs.

Ein großer Teil der Einnahmen fließt in die Erforschung neuer Wirkstoffe. Die Ausgaben für F&E stiegen um mehr als das Doppelte auf 678 Mio €. Dabei steht dem Unternehmen mehr Kapital zur Verfügung, als für die Wachstumspläne benötigt werden. Der Ausbau der Forschungsstätten wird durch Baumaßnahmen, Einstellung von neuem Personal und regulatorischen Hürden und nicht von fehlendem Kapital gebremst. Zum Ende der Berichtsperiode befanden sich 2,4 Mrd € in der Kasse. Ein Kritikpunkt ist die Frage nachhaltiger Gewinne. Mit Abklingen der Corona- Krise könnten auch Umsatz und Gewinn sinken.

Was kommt nach der Pandemie?

Fakt ist, dass die Produktion von 3 Mrd Dosen in 2021 auf 4 Mrd Dosen in 2022 steigen wird. So ist ein signifikantes Wachstum zu erwarten. Gleichzeitig wurde mit der Erforschung des Impfstoffes die Kompetenz deutlich. Es ist schwer vorzustellen, dass BioNTech, das am schnellsten den Impfstoff gegen Covid-19 entwickelt hat, künftig nicht in der Lage ist, gute Forschungsergebnisse zu erzielen.

Die Liste der möglichen Krankheiten, die das Unternehmen adressieren kann, ist lang. Ein weiterer Blockbuster nicht unwahrscheinlich. Auch wenn es hier keine Dividende gibt – BioNTech ist sehr aussichtsreich! Bleiben Sie dabei!