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Hier gibt’s mehr als Bling-Bling

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Sachwerte boomen! Die Inflation steigt und auch Immobilien und Aktien sind inzwischen teilweise teuer. Wie also anlegen? Als erfahrene Begleiter des Aktienmarktes wissen wir, dass es immer lukrative Nischen gibt. Eine davon findet sich etwa im Luxus-Segment. Denn teure Uhren und Schmuck sind auch Sachwerte. Die Zeit nach der Pandemie dürfte zudem die Nachfrage wieder treiben, da Luxus vorzugsweise auf Reisen geshoppt wird und Reisen zuletzt nur eingeschränkt möglich war. Wir stellen Ihnen mit Richemont eine spannende Aktie vor und werfen auch detaillierten einen Blick auf die Zahlen.

Zuvor aber ein Kurzportrait von Richemont. Die Compagnie Financière Richemont ist eine Holding und seit der Abspaltung des 19,3%igen Anteils an British American Tobacco (BAT) ein reiner Luxusgüterkonzern, der sich auf die Entwicklung internationaler Markennamen wie IWC, Cartier, Lange & Söhne, Dunhill, Baume & Mercier und Montblanc konzentriert. Richemont ist weltweit in 30 Ländern vertreten.

Dieses Comeback ist einen Blick wert

Richemont hat im 1. Halbjahr im Vergleich zum Krisenjahr 2020 ein beeindruckendes Comeback gegeben und hat das Vorkrisenniveau deutlich übertreffen können. Das Umsatzplus betrug 62,5%; im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 waren es 20,4%. Auf das Schmucksegment mit den beiden Nobelmarken Cartier und Van Cleefs & Arpels, die auch auf dem Höhepunkt der Krise gute Absätze verzeichnet haben, kann sich der Konzern weiterhin verlassen.

Der Umsatz der Schmucksparte kletterte um 67%. In ähnlicher Größenordnung (+74%) legte das Uhrensegment, das unter der Krise deutlich mehr litt, zu. Das Onlinegeschäft erhöhte den Umsatz um rund 1/3; bleibt aber defizitär und verhinderte eine noch bessere Entwicklung der Ertragskraft. Die Umsatzrendite lag dank der Volumeneffekte bei 14% und konnte sowohl das Vorjahr (2,9%) als auch die Rendite aus 2019 (11,7%) klar übertreffen.

Mehr als eine kleine Dividende

Um der Onlinesparte nach Jahren mit Verlusten und hohen Investitionen endlich zum Erfolg zu verhelfen, soll dem Konkurrenten Farfetch und anderen Investoren eine Minderheitsbeteiligung an der Onlineplattform Yoox Net-a-Porter angeboten werden. Auf diesem Weg soll diese in eine unabhängige, branchenweite Luxusplattform umgewandelt werden, die sowohl von anderen Luxusmarken als auch von Multibrand-Luxusgüterherstellern genutzt werden soll.

Wachstumsmotor wird aber vorerst das Schmuckgeschäft bleiben, das rund 4-mal so groß wie der Onlinebereich ist und mit einer operativen Marge von 38% den Löwenanteil zum Gewinn beisteuert. Die Probleme im Uhrengeschäft scheint der Konzern in den Griff bekommen zu haben. Der Kurs ist in solidem Fahrwasser, die Dividende von 1,9% gibt’s obendrauf! Greifen Sie gerne zu!