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Starten Anleger hier bald wieder durch?

Starten Anleger hier bald wieder durch?
Vyautas Kielaitis / shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

Wann sind Sie das letzte Mal geflogen? Bei vielen wird das vor der Pandemie gewesen sein. Langsam aber sicher lüftet sich aber die Pandemie-Panik. Nur noch wenige Menschen müssen ins Krankenhaus und zuletzt gab es sogar einen Tag ohne ein einziges Opfer. Langsam aber sicher setzt sich auch der Freiheitsdrang der Menschen wieder durch. Wir erklären, was das für die Aktie von Fraport bedeutet. Vorab das Unternehmen aber im Portrait.

Der global tätige Konzern Fraport ist Betreiber des Flughafens Frankfurt, einem der größten Luftverkehrsdrehkreuze in Europa und zweitgrößter europäischer Fracht-Flughafen. Das Unternehmen arbeitet in vier Bereichen: Entwicklung und Betrieb von Flughäfen (Aviation), Bodenverkehrsdienste (Ground Handling), Handels- und Vermietungsmanagement von Flughafenimmobilien (Retail & Real Estate) und weiteren Diensten.

Die Zahlen machen Hoffnung

Fraport hat für 2021 wieder bessere Zahlen vorgelegt, blieb aber hinter unseren Erwartungen zurück. Der Umsatz stieg um 27,8% auf 2,1 Mrd €. Unterm Strich konnte ein Gewinn von 83 Mio € erzielt werden. Im Vorjahr stand hier noch ein Fehlbetrag von 658 Mio €. Der Flughafen-Konzern wurde von der Corona-Krise schwer getroffen. Die strengen Reisebeschränkungen haben das operative Geschäft unprofitabel gemacht. Zeitweise musste sogar ein ganzes Terminal geschlossen werden. Gleichzeitig hat Fraport mehrere tausend Mitarbeiter entlassen.

Zusammen mit weiteren Kostensenkungsmaßnahmen konnte damit eine Insolvenz abgewendet werden. Jedoch verläuft die Erholung jetzt langsamer als erhofft. Der Umsatz liegt noch weit unter dem Vor-Pandemieniveau. Auch das Passagiervolumen wächst nicht sprunghaft an, sondern nur allmählich. Das gilt vor allem am wichtigsten Flughafen in Frankfurt. Hier stieg die Zahl der Reisenden um weniger als ein Drittel. Im Frachtverkehr lag das Plus bei den transportierten Gütern sogar bei weniger als 20%.

Wenn man sich vor Augen hält, von welchem niedrigen Corona-Niveau diese Zahlen ausgehen, kann man nur enttäuscht sein. Ein wichtiger Meilenstein in der Normalisierung des Flughafenbetriebs war die Öffnung der USA für touristische Zwecke. Bis November war es wegen der harten Corona-Maßnahmen nicht möglich, als Tourist in die USA zu reisen. Doch mit dem Konflikt in der Ukraine drohen jetzt neue Reisebeschränkungen.

So denken wir über die Aktie

Die Lage bleibt auch für Fraport angespannt. Der Flughafenbetreiber kommt angesichts der zahlreichen Krisen nicht zur Ruhe. Langfristig wird zwar wieder geflogen werden, doch liegt noch zu viel Müll auf der Piste, um mit Fraport bedenkenlos durchstarten zu können. Eine Dividende gibt es ebenfalls nicht. Bleiben Sie hier besser an der Seitenlinie!